Mecklenburg-Vorpommern

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Mecklenburg-Vorpommern - Geografisches mit Zauberblume  

zurück Geografisches rund um die Welt mit  Zauberblume

   

     
 

  Im Lande von Meck-Pom
  © Zauberblume, Muenchen, 2007-08-24 - 2007-09-03
   
   
Berlin Berlin ist eine oder keine Reise wert
  Frohgemut begann die Fahrt in den frühen Morgenstunden.
  Geplant war eine kleine Rundreise vom östlichenTeil von Deutschland.
  Die dreispurige Autobahn lud ein die 600 km auf einfache Weise zu erreichen.
  Gerade mal 30 km sind nur noch zweispurig. So fährt man durch neu erbaute Gebiete,
  die links und rechts der Autobahn im modernen Aufbau zu sehen sind. Glas und
  weisse Farbe und viele große Firmen haben sich angesiedelt, weil der Grundstückspreis
  nicht so hoch war wie in anderen Städten.
   
  Als ich Berlin erreichte, musste der Zeppelin auf der AVUS notlanden, weil das
  Navigationsgerät sofort eine Notlandung einleitet, wenn keine Messungen mehr
  gemacht werden können.  Am nächsten Tag, es war Wochenende, erschien in
  vielen Zeitungen ein Artikel.  Im Nachhinein hab ich es im Internet auch gefunden.
   
  Zum Beispiel: http://www.morgenpost.de/content/2007/08/25/berlin/917801.html
Zeppelin Zeppelin landet auf der Avus
  Wegen der Notlandung eines Zeppelins war am gestrigen Vormittag die Avus
  von 11.15 bis 11.45 Uhr gesperrt. Das sechs Meter lange und vier Meter hohe
  Helium-Luftschiff, das zur Luftgütemessung eingesetzt wird, war von Autofahrern
  etwa 700 Meter vor der Anschlussstelle Spanische Allee entdeckt worden.
  Die Polizei sicherte den ferngesteuerten und unbemannten Flugkörper. Offenbar
  hatte eine Windbö das Luftschiff erfasst, wodurch der Funkkontakt abgebrochen
  war und der Zeppelin automatisch niederging. Verletzt wurde niemand.
   
Koffer Hab ich noch einen Koffer in Berlin
  Nein, ich hatte keinen Koffer in Berlin hinterlassen. Ich war eine ganz normale
  Touristin, die Berlin wieder ein Mal ansehen wollte. Ich steuerte das Messegelände
  am Funkturm an, um zu sehen, wo man das Wohnmobil parken könnte und fuhr
  dann direkt in die Innenstadt. Parken war nicht möglich, nur außerhalb, aber
  nachdem es drei Stunden lang während meiner kleinen Stadtrundfahrt regnete,
  bzw. wie aus Kübeln schüttete, ergriff ich die Flucht Richtung Norden.
  Es war Freitag und alle Kraftfahrzeuge hatten sich auf den Ausfalls-Straßen
  getroffen. Der Regen begleitete mich, aber ich fand keinen Camping-Platz mit
  S-Bahnanschluss. So beschloss ich weiterzufahren und auf dem Rückweg
  Berlin zu besichtigen.
   
Elefant Elefant
  ich die Flucht Richtung Norden. Es war Freitag und alle Kraftfahrzeuge hatten
  sich auf den Ausfalls-Straße eingefunden. Es ging im Schritt-Tempo weiter.
  Nebenbei lief das Radio und es wurde die nächste Neuigkeit aus Berlin berichtet.
  Das neugeborene  Elefantenbaby (22.8.2007) hatte gegen 14 Uhr seinen ersten
  Ausgang im Tierpark Berlin- Friedrichsfelde. Mama Bibi passt gut auf
  die 95-Kilo Kleine auf, schließlich hat ein echter afrikanischer Elefant
  einen ausgeprägten Mutterinstinkt. Für Vater „Tembo“ ist die Kleine
  das siebte Kind, aber auch um dieses Kind wird er sich nicht kümmern,
  da Elefanten eine starke Mutter-Kind-Bindung haben. Bibi ist afrikanischer
  Abstammung. Weibliche afrikanische Rüsseltiere tragen – anders als die asiatischen –
  Stoßzähne wie die Bullen.
   
  Ich konnte es ebenfalls in der Zeitung und im Internet nachlesen.
   
  >Großer Auftritt für einen noch ganz kleinen Elefanten. Das süße Rüsseltier wurde
  am 22. August im Tierpark Friedrichsfelde geboren. Jetzt präsentierte es sich zum
  ersten Mal vor Publikum.< (http://www.morgenpost.de/appl/bildershow/index.php?id=http%3A%2F%2Fwww.welt.de%2Fberlin%2Farticle1132369.xmli&action=view)
   
   
B 96 B096
  Eine furchtbare Landstraße die sich zu viele Kilometer durch die
  Mecklenburgisch-Vorpommersche Landschaft zwängt. Viel zu eng und die
  Alleen-Bäume wirkten wie eine Mauer am Straßenrand. Lastwagen an Lastwagen,
  Traktor an Kraftfahrzeuge quälten sich mit mir Richtung Norden. Kein Hinweis
  auf einen Camping- Platz ließen mich weiterfahren zum nächsten Ziel.
  Die Nebenstraße Richtung Wustrow hatte ich gefunden. Noch enger und
  noch unangenehmer waren die  Holperigen Fahrten durch die Dörfer, deren
  Straße immer noch aus Kopfstein-Pflaster bestand. Ich musste an unsere erste
  gemietete Wohnmobil-Reise erinnern. In jedem Dorf mit Kopfsteinpflaster lockte
  durch das rumpeln eine Haselnuss hervor. Aus allen Ritzen kamen sie hervor.
  Irgendein Mieter musste sie gleichmäßig  darin versteckt oder verloren haben.
  Jedenfalls hatten wir in den leeren  Schränken nichts vorgefunden.
   
Einschulung Einschulung
  Ich erreichte ein kleines Dorf mit gerade mal 22 Einwohnern gegen neunzehn Uhr.
  Endlich das erste Ziel erreicht, endlich ausruhen und nicht mehr hinter den
  Stahlrössern hinterher zuckeln.
  Ich besuchte den Kurschatten von meinen Mann, die gerade mit ihrer Familie zu
  Besuch bei Ihrer Mutter auf Sommerurlaub war. Das schmucke Häuschen am
  Waldesrand zeigte seine Gemütlichkeit. Davor der Ausblick auf das Wasser vom
  See. Die Sommerzeit neigte sich zu Ende und die Badesaison war vorbei. Auf dem
  Eingezäunten Wiesen-Grundstück konnte man sich schön erholen.
  Die sechsjährige Bianca wurde eingeschult erzählte man mir.
  Eine Einschulung ist ein riesiges Fest für alle Kinder.
  Das Mädchen machte sich schick zum ersten Schultag und ich fotografierte sie von
  allen Seiten. Mit und ohne Schultüte oder Schulranzen. Es machte ihr richtig Spass.
  Mit zwei Autos fuhren wir nach Neu-Strelitz, denn alle Kinder der Umgebung
  hatten am gleichen Tag in einer zentralen Schule die Veranstaltung.
  Stolz trugen die Erstklässler ihre schweren, großen Schultüten und ihren großen,
  meist noch leeren Schulranzen. In der Turnhalle war eine Bühne aufgebaut,
  auf denen die Kinder der nun zweiten Klasse  eine halbe Stunde lang ihr Können
  unter Beweis stellen konnten. Es war eine herzliche Einladung, etwas zu lernen.
  Mit Gedichten, Texten und Liedern wurde das ABC, das Zählen und Lesen
  präsentiert. Klatschen und Lachen war erlaubt. Die Musikalische Untermalung
  war einfach, aber wirkungsvoll. Die Kinder wurden am Ende einzeln aufgerufen
  und durften ihre erste Stunde allein mit der Lehrerin verbringen.
  Danach kamen die Eltern und Verwandten hinzu und die Kinder bekamen einzeln
  Ihre Schultüten von der Lehrerin überreicht. Ups, waren die schwer. Einer hatte
  sogar zwei dabei, weil die Tante auch eine mitgebracht hatte. Geöffnet wurde sie
  nicht, das durfte erst zu Hause passieren. Der größere Bruder war ebenfalls dabei
  und hatte symbolisch eine kleinere Tüte bekommen. Quer war etwas in der Tüte
  rein gesteckt worden und erkonnte es kaum erwarten, diese zu plündern.
   
Neu Strelitz Neu Strelitz
  Nach der Einschulung fuhr das eine Auto direkt zurück in den Ort. Ich wollte un-
  bedingt noch etwas von Neu-Strelitz sehen. Die alte steinerne Kirche am großen
  Rondellplatz war leider geschlossen. Die Häuser hatten teils dringenst
  einen frischen anstrich nötig. Alte Häuser in vielen Farben.
  Die frühere Residenzstadt Neustrelitz ist die Kreisstadt des Landkreises
  Mecklenburg-Strelitz nahe der südlichen Grenze von Mecklenburg-Vorpommern
  (Deutschland).  Neu-Strelitz liegt inmitten der Wald- und wasserreichen
  Mecklenburgischen Seenplatte  am Zirker See. Ringsumher liegen viele Seen
  und die Autofahrer sind gezwungen zwischen den Seen auf engen Straßen zu fahren.
  Ab 1991 wurden im Rahmen der Städtebauförderung große Teile des historischen
  Stadtkerns der Residenzstadt saniert. Somit zeigt das sternförmigen Zentrum
  strahlend herausgeputzt seine Orangerie und die alte Schlosskirche.  Die
  Stadtkirche ist älter als das Rathaus und wurde 1768 bis 1778 nach Plänen des
  herzoglichen Leibarztes Dr. H. Verpoorten erbaut. Die phantastische  Aussicht von
  der Turmplattform ist ein Höhepunkt vom Neustrelitzbesuch, den ich auf ein ander
  Mal verschieben muss, da ja die Einschulung an erster Stelle steht.
   
Schultüte Wildschwein
  Mittags gab es Buletten, wie die Berliner sagen, oder Fleischpflanzer, wie wir Bayern
  sagen. Dazu mit Majonaise und sauren Gurken angemachter Kartoffelsalat. Die Oma
  hatte das Mittag-Essen bereits am Vortag gekocht, damit auch sie in Ruhe der
  Einschulung beiwohnen konnte.
  Nachmittags trudelten so nach und nach die geladenen Gäste ein. Bianca bekam über
  zwölf prall gefüllte Schultüten, in denen sich auch für den Bruder Schulsachen und
  Schleckereien befanden. Die Einschulungstorte wurde festlich angeschnitten, dazu
  gab es Kaffee und noch viele anderen Torten.
  Gegen vierzehn Uhr kam ein Arbeitskollege des Vaters um das 35 kg schwere
  Wildschwein, gerade mal drei Jahre jung und wurde es in eine dreifache Lage von Grillfolie
  eingewickelt. Vier Stunden lang wurde die Wildsau über Holz auf einer selbstgebastelten
  Eisenstange gegrillt. Wenn der Saft sich den Weg durch die Folie sucht ist es fertig.
  Salate und Brote, dazu Getränke erweiterten das Abendessen mit einem sehr
  schmackhaften Wildschweinbraten.
   
Stavenhagen Stavenhagen
  Am Sonntag ging die Reise weiter für mich. Nach einem sehr guten Frühstück 
  fuhr ich nach Stavenhagen. In einem kleinen Ort in der Nähe besuchte ich meine
  älteste Cousine. Die Reuterstadt Stavenhagen ist der Geburtsort vom
  niederdeutschen Dichter Fritz Reuter. Das Geburtshaus wurde renoviert und
  nun den Touristen präsentiert, dass nun ein Literaturhaus ist.
  In der Nähe liegt der Ivenacker See mit dem Ivenacker Schloss und den eintausend-
  jährigen Linden die mitten im Park liegen. Die sechs Eichen sind die ältesten in
  Deutschland und Mitteleuropas. Zwölf Erwachsenen können die Eichen umfassen.
  Die älteste und schönste Ivenacker Stieleiche (Quercus robur) soll
  zwischen 1200 und 1300 Jahre alt sein. Ihr Kronendurchmesser beträgt 29 m, ihre
  Höhe 35,5 m. Bei einem Stammumfang von ca. 11 m und einem Stammdurchmesser
  von 3,5 m beträgt das Holzvolumen 180 Festmeter.
  Mit der höchsten Erhebung von 179 m Höhe im Lande Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich 
  das markante geformte Gebiet aus der Eiszeitformation seine schöne Landschaft.
  Graf Schlitz war ein großer Schweiz-Reisender und taufte die Gegend
  Mecklenburgische Schweiz. Sein Wohnsitz Burg Schlitz liegt auf der wohl schönsten
  Stelle. Burg Schlitz liegt zehn Kilometer südlich von Teterow mit einem weitläufigen
  Landschaftspark.  Fotogene Szenen sind  der Nymphenbrunnen, die neogotische
  Kapelle und die spielenden Bären vor dem Schloss.
  Stavenhagen gehört zum Landkreis Demmin.
  Schnell war die Zeit herum. Ich war täglich unterwegs um all die Sehenswürdigkeiten
  in Meck-Pom anzusehen.
   
Waren Waren
  Waren liegt am Müritzer See. Sein Altstadtkern ist gut erhalten und ringsumher sieht
  man viele neue Bauten. Die Müritzer Seenflotte lud zu verschiedenen Schiffsfahrten
  ein. Ob direkt auf dem Müritzer See oder verschiedene durch Kanäle verbundene
  Seen. Das Wetter lud ein sich zu sonnen oder zum Eisessen in den vielen Cafes
  die sich in alten schmucken Häusern befinden.
   
Warnemünde Warnemünde
  Ich hatte die Möglichkeit zwei Mal mit nach Warnemünde zu fahren.
  Bei der Ankunft steuerte ich direkt auf die Fischbuden zu, die wie eine Perlenkette
  gereiht am „Alter Strom“ aufgebaut sind. Bis Mittag werden fangfrische Fische verkauft,
  die man selbst kochen oder braten konnte. Den ganzen Tag über kann man sich
  Fisch satt essen. Das habe ich auch getan. Fischfrikadellen (2 €) , panierte
  Tintenfischringe (4,50 €).  Nordseekrabben (bestimmt vom Vortag aber sehr gut
  mit Knoblauchsoße (4 €) oder Backfisch in eine Semmel eingeklemmt (3 €).
  Geräucherte Schillerlocke (100 g 4,70) gab es ebenso wie Sprotten oder eingelegte
  Bissmark-Heringe (Stück 1,70 €). Über Preise spricht man nicht, denn Essen
  verkauft sich immer gut und man/frau will sich ja informieren..
  Nach einem kleinen Altstadt-Bummeln fuhren wir mit der Fähre über den
  Warnemünder Seekanal (der in Rostock mit dem Warnower beginnt) nach
  Hohe Düne, um weiter an den Dünen entlang zurück zu fahren.
  Bei Stopp an einem leeren  Parkplatz stapften wir durch den feinen Sand die
  Dünentreppe Nummer 19 hinauf um die Ostsee unter Regenverhangenen Wolken
  im stürmischen Wind zu bewundern. Brrr, bliess der Wind kalt über die Schaumkronen.
  Der Sommer war vorbei, der Herbst kündigt sich bereits an.
   
  Zum Abschluss dieser meteorologisch etwas ungewöhnlichen Saison 2007 fand
  traditionell das Warnemünder Stromfest statt. Ein Abschlussfest, das bereits in den
  20er Jahren des vorigen Jahrhunderts begangen wurde. Am 8. September
  begannen die Festlichkeiten mit Gemeinschafts-Meeresangeln um den
  Warnemünder-Dorschkönig 2007 zu küren. Dazu kam noch das Drachenfest.
  Leider musste ich eine Woche vorher wieder abreisen und konnte das schöne
  Fest nicht mitmachen. Aber Fisch habe ich gegessen.
   
  Zurück in Waren wurden die wichtigsten Einkäufe in den großen Supermärkten
  erledigt, weil die kleinen Dörfer selten einen Tante Emma-Laden haben.
  Bei meiner Cousine zu Hause stürzten wir uns ins Kochen. Brutzelten
  selbstgezüchtete, wohlschmeckende Hähnchen. Nachdem sie gutes Tupper-
  Geschirr hatte gab es Apfel-Schüttelkuchen oder den Chinesisches Huhn-
  Glasnudel-Eintopf mit verschiedenen Gemüse-Arten, die sie ebenfalls im Garten
  selbst anbauten. Als Fach-Tupperberaterin reparierte und erklärte ich ihr das
  Tupper-Material, wie sie es handhaben und was sie damit kochen konnte.
  Wie bäckt man gutes Brot oder wie handhabt man den Quickchef beim täglichen
  Einsatz. Es machte uns beiden riesigen Spass den Ehemann mit neuen
  Rezepten zu bekochen, denn er war nicht abgeneigt leckeres zu essen.
   
Rügen Ausflug Rügen
  Mit knapp 120 km war ich ziemlich flott in Rügen. Bevor man auf die Insel kommt
  muss man über eine Brücke fahren, da Rügen eine Insel ist. Von da sind es noch
  Mals 45 Kilometer bis Sassen der Stadt an der Ostsee. Von da aus geht es zu den
  Kreidefelsen die im letzten Winter einiges vom Festland an das Meer abgeben
  mussten. Die Natur hat Vorrang und nimmt sich was sie braucht.
  Ich machte eine kleine Rundfahrt nach Binz und Sassen und wollte eigentlich über
  Nacht bleiben. Wieder hatte ich
   

 

 

       

 

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