GIEBING UMLEITUNG DACHAU - Geografisches mit Zauberblume
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20070624 Giebing Umleitung und Dachau © Zauberblume, Muenchen, 2007-06-24 Es sollte ein Ausflug zur Hochzeitskirche von Juergen werden. Die Fahrt führte uns direkt über Lohhof über das geplante Fahrenzhausen, Bachenhausen nach Giebing. Bis zur B13 ging alles glatt. Es war heiss, so um die 28 Grad. Und wir hatten Hanni dabei unsere Navigations-Lady, dass sie uns schnellstens an das Ziel bringen sollte. Oh ja, sie wollte, doch wir durften nicht. Sie sprach: Kehren sie um und nehmen sie die erste … Es half nichts. Kurz vor Fahrenzhausen leiteten sie uns per Umleitung rechts weg. Mit der Hoffnung an den nächsten zwei Straßenkreuzungen geht es wieder links. Weit gefehlt.
Das Dorf war zu Ende und wir landeten in der Prärie. Kein Hinweisschild auf Umleitung.
Kein Wegweiser Richtung ….
Ja, welche Richtung eigentlich könnten wir fahren?
Wir nahmen einfach das nächste Dorf, das bergauf lag und hörten von weitem schon die Blasmusik. Mitten auf dem Dorfplatz war das ganze Dorf versammelt. Das Dorf bestand ungefähr aus zehn Häusern, einer Kirche, einer Wirtschaft und einem Maibaum, unter dem das Fest stattfand. Wir machten das Fenster auf und hörten die bayrischen Klänge. Weiter ging’s, immer mehr bergauf und dann wieder bergab. In der Ferne erkannten wir die Nürnberger Autobahn. Die war überhaupt nicht eingeplant, denn das wäre ja ein Umweg. Zurück, das brachte nix und so fuhren wir nun rechts an der Autobahn weiter. Ein Glück wir hatten Zeit und wir hatten Sonntag. Wir bewunderten die fetten Maisfelder und die cremefarbenen Kornfelder. Der Hinweis, dass das Korn geerntet werden kann. Juhu, wir entdeckten ein Umleitungsschild,
Richtung Norden, dem wir
mutig folgten. Die paar Kilometer, bis jetzt zehn, Umweg werden wir auch noch verkraften. Unsere Hanni meldete die nächste Kreuzung an: „Nächste Kreuzung links abbiegen!“ Wir freuten uns, dass es wieder in die richtige Richtung gehen soll und erkannten das verflixte „kLeine Durchfahrt“ Schild mit dem Hinweis,
bis zur Baustelle und nur für Anlieger.
Couragiert folgten wir dieser Straße und landeten vor der Baustelle. Kein hineinkommen, Randstein zu hoch, riesige Schwellen auf der Straße > wie gesagt unumwindlich.
Es waren bisher fünfzehn Kilometer Umweg. Also umkehren und auf einmal sagte Hanni > nächste Kreuzung links und dann gleich wieder rechts. Wir mussten lachen. Erst links, an einem Baum vorbei, und dann rechts, nochmals am gleichen Baum vorbei. Lustig war’s, wenn’s nicht gerade zum weinen wäre. Links ging es bergauf zur Kirche. Ob es da wohl weitergeht? Ein Autofahrer aus Freising half uns weiter. Einfach geradeaus bis ans Ende dann seid ihr auf der B13, dann rechts weiterfahren. Hörte sich gut an. Wacker ging es im Schritttempo bergauf. An der besagten Kirche vorbei mit riesiger Friedhofmauer. Zuerst noch am Traktor vorbei, der in der Ausfahrt wartete, dann am kleinen Wäldchen und dann nur noch geradeaus. Ups, was ist denn das für ein Ungetüm da vorne. Es war der Mähdrescher.
Länge: extra lang – Breite: extra breit – einfach so breit wie die gesamte Straßenbreite. Fenster zu und abwarten, bis sich das Ungetüm in das links liegende Feld eingefressen hat, um das reife Korn zu ernten. Über feldartige, dünn geteerte Straße landeten wir direkt an der Gärtnerei an der B13. Die Gärtnerei kannte ich, da hatte ich vor 37 Jahren meine Kletterrose „Elmshorn“ gekauft, die noch heute stolz ihre reiche Blüten- Vielfalt beweisst. Überglücklich fuhren wir bis Lauterbach um da links nach Giebing zu gelangen. Die Kirche war geschlossen und ich schoss ein paar Fotos davon.
Anschließend lieferte ich Tupperware aus, um Richtung Dachau den Heimweg anzutreten. Der Stress war bisher gross und das Vergnügen klein. Dem wollte ich abhelfen und lenkte mit Hilfe der Hanni unser Auto den Schlossberg hinauf.
Das Dachauer Schloss lag in seiner vollsten Schönheit vor uns.
In heisser Sonne stellten wir den Wagen auf dem Parkplatz ab. Eine Stunde durften wir kostenlos Parken, das sollte reichen, da wir endlich Hunger bekamen. Wie gesagt vorher noch einen schönen Spaziergang durch den Park. Durch den angenehm luftgekühlten Laubengang mit frischen grünen Lindenblätter
gingen wir bis ans Ende, um an der Mauer-Brüstung wieder zurückzugehen. In der Ferne erkannten wir den Watzmann und die Zugspitze. Den Flughafen in Erding und das Heizkraftwerk von Unterföhring. Das Allianz-Fussballstadion sah aus wie ein weich gewordener runder Plastik-Schwimming-Pool. Die Sonne spiegelte sich darin und wir wendeten den Blick auf den Fernsehturm und
dem Up-Town. Frauenkirche und Obermenzinger Kirche wurden ebenso erkannt, wie das Höllen-Tal und das Tegernseer-Tal. Es ging durch Dachau Richtung Süden, durch Karlsfeld nach Hause. Da erwartete uns das Grillfeuer für die leckeren Steaks. Dazu machte ich frischen Kartoffelsalat, Dillsauce und Creme fraiche für mich. Schönen Sonntag
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