Bahnradsport

Informationen rund um das Holzoval

Robert lebt in einem Ortsteil von Ludwigsfelde  bei Potsdam.   

Hier gehts zu einem Fotoalbum mit Bildern von Karl Franke/Bild anklicken

Gemeinsam mit seiner Frau Peggy, einer ehemaligen Leichtathletin, und den Söhnen Felix und  Moritz sowie Dobermann Joe haben sie dort ein schönes Zuhause gefunden.

Dieses Interview stellt Robert sehr gut vor.Blättere auf Seite 5!  Über Träume, Realitäten und Sex vor einem Rennen

Robert wurde am 23.12.1975 geboren.  Er stammt aus Potsdam, besuchte die Sportschule in Berlin - Hohenschönhausen.

 

Der bisherige Höhepunkt seiner sportlichen Laufbahn waren die Olympischen Spiele 2000 in Sydney, von denen er mit zwei Olympiasiegen heimkehrte: in der 4000m- Einerverfolgung (mit Olympischem Rekord) und in der Mannschaftsverfolgung.

Doch schon zuvor setzte er viele Achtungszeichen: Als Bronzemedailliengewinner bei der WM in Bourdeaux 1998 in der Einerverfolgung und Silber in der Mannschaftsverfolgung, es folgten 1999 in Berlin gleich zwei Weltmeistertitel (Einer- u. Mannschaftsverfolgung). 2005 und 2006 konnte er seinen WM-Titel in der Einerverfolgung verteidigen, 2007 wurde er in dieser Ausdauerdisziplin des Bahnradsports Vizeweltmeister.

Viele Deutsche Meistertitel hat er bereits gesammelt.

   Schweißtreibend ist sein Sport allemal -hier Fotos von einer WM.

     

 

Robert wurde mit der Fair-Play- Plakette ausgezeichnet (siehe Links-sammlung) und erhielt 2006 den Verdienstorden des Landes Berlin.

Roberts erste Teilnahme an Olympischen Spielen war 1996 in Atlanta.

Bereits seit 1993  gehört er zu den besten auf der Bahn, er gewann mehrere Medaillen bei Junioren-, Europa- und Weltmeisterschaften.  Auch viele Weltcups bestritt er erfolgreich, so  z.B. 1995  3x1.Platz  Mannschaftsverfolgung, 1998 Sieger Einer-und Mannschaftsverfolgung.

2001 und 2002 gehörte er dem Team Telekom an, wechselte dann für zwei Jahre zum niederländischen Team Rabobank und kehrte dann auf die Bahn zurück mit dem Ziel, 2008 in Peking seinen Triumpf von 2000 zu wiederholen, nachdem seine Olympiateilnahme 2004 in Athen nicht so erfolgreich gewesen war. 

Auf Peking bereitete er sich im Radteam RSV Werner Otto vor. Werner Otto ist ein erfahrener Radsportler und mehrfacher Weltmeister. FOTO Leider  verpaßte Robert die Olympiaqualifikation. Olympische Spiele in Peking ohne den Olympiasieger  des Jahres 2000 -> HIER dazu ein Interview. 

Im Oktober 2008 dann unterzeichnete er einen Einjahresvertrag mit dem LKT-Team Brandenburg, das von dem erfahrenen und erfolgreichen Radsportler Bernd Drogan geleitet wird. Das neue Ziel heißt: Olympische Spiele 2012.  Robert will sich noch lange nicht geschlagen geben und gibt so die Antwort auf die Streichung aus dem Förderkader des Verbandes.

 

Sportlerehrungen gingen nicht an Robert vorbei. Auch die Goldene Henne, die einen Ehrenplatz bei ihm zu Hause gefunden hat, wurde ihm 2000 verliehen.

Sportler des Monats  April 2006

Sportler des Jahres 2000

 

Robert setzt sich auch für seine sportlichen Ideale ein, engagiert sich für SOS-Kinderdörfer und ist als kritischer und sportlich-fairer Zeitgenosse bekannt.

 

Er kam früh zum Sport und fuhr schon manchen Sieg als Schüler ein.   Die Friedensfahrt hatte ihn begeistert, besonders die Materialwagen hatten es ihm angetan - er wollte eines Tages auch einmal mitfahren.  Und das hatte Robert geschafft. Aber auch Biathlon und  Schwimmen hatten Robert interessiert.

Als Straßenradsportler gehörte er nicht zu den erfolgreichsten und bekanntesten, doch seine Aufgabe im Team erfüllte er sehr gut. So z.B. bei der Vuelta in Spanien für das Team Telekom. So manches Zeitfahren konnte er gewinnen und auch Ein-Tages-Rennen zeigten ihn vorn. Lücken zufahren, Wasserholer - wichtige Aufgaben, die er im Team Rabobank für seinen Kapiten Oscar Freire leistete.  Paris - Roubeaux fuhr Robert ebenfalls mehrmals, bei einem Rennen ließ ihn ein schwerer Sturz ausscheiden, er wurde umgerissen, andere fuhren über ihn.

Stürze gehören dazu. Spektakulär beim Sechstagerennen im Zukunftsrennen, als er mit zerrissener Hose den Fotografen ein tolle Ziel bot. Tragisch beim Berliner Sechstagerennen, als es um den Sieg ging und er mit über 70 km/h kurz vor der Ziellinie stürzte und somit Bruno Risi die letzte Jagd gewann.  Robert beruhigte das Publikum, das Bruno Schuld an seinem Sturz gab - Robert ging sofort an die Sprecherkabine, nahm sich das Mikrofon und meinte:"Das war mein Fehler."  Diese spontane und ehrliche Reaktion brachte ihm den Fair -Play ein. Zuhause dann musste Peggy über 100 Splitter aus Roberts Körper entfernen. Bei einem weiteren Berliner Sechstagerennen stürzte er beim Wechsel auf Rolf Aldag, Rolf musste kurzzeitig das Rennen unterbrechen und beide hatten aufgrund der erheblichen Verletzungen keine Siegeschance mehr, aber einzelne Wettbewerbe gewannen sie trotzdem. Viele Narben an Armen und Beinen zeugen von der Härte dieser Sportart.

Doch all das ist vergessen, wenn die große Champagnerflasche überreicht wird und wieder ein Sieg zu feiern ist.

Auf Siegen ruht er sich keinesfalls aus, sondern hat dann das nächste Ziel vor den Augen, das wieder hart zu erkämpfen ist und je bekannte er geworden ist, um so schwerer wurde - denn seine Gegner haben ihn voll im Visier. Dafür trainiert er hart, kämpft um die für ihn notwendigen Bedingungen und muss sich von seinen beiden Jungs, denen er ein sehr guter und liebevoller Vater ist, oft für lange Zeit verabschieden.  Peggy, die Juniorenweltmeisterin mit der 4x400m Staffel wurde, hat viel Verständnis für ihren Robert und wenn er dann zu Hause ist, verwöhnt sie ihn auch mit ihren Kochkünsten, denn sie weiß genau, wie gern Robert Pastagerichte, Eintöpfe oder auch Bouletten ißt. Und bei ihnen zu Hause am großen Eßtisch finden sich so manche Freunde ein, die auf den "Leimstühlen" gern die wenige private Zeit mit Robert genießen.

 

Nachdem Robert am 29.10.09 seinen Vertrag mit dem LKT-Team Brandenburg unterzeichnet hatte, startete Robert  mit Andreas Beikirch als Partner in Dortmund zum zweiten Sechstagerennen dieser Saison.  Robert will sich in dem neuen Team auf die Olympischen Spiele 2012 vorbereiten, denn das Ziel, noch einmal Olympiasieger zu werden hat er auch nach der großen Enttäuschung der Nichtqualifikation für Peking nicht aus den Augen verloren. Gemeinsam mit Roger Kluge und den vielen Teamgefährten haben sie sich mit dem sportlichen Leiter Michael Max und dem Sportdirektor Bernd Drogan eine sehr anspruchsvolle aber lösbare Aufgabe gestellt.

 BZ Berlin stellt 2011 den Sportler des Tages vor:

 

Bartko war zuletzt 2010 bei der WM in Kopenhagen Vierter im 2012 erstmals olympischen Mehrkampf Omnium. Danach war er für das schlechte Abschneiden des deutschen Bahnvierers maßgeblich verantwortlich gemacht und seitdem international vom BDR nicht mehr berücksichtigt worden. Eine Weltcup-Teilnahme 2011/12 mit dem Track-Team LKT Brandenburg und eine mögliche Qualifikation für seine vierten olympischen Spiele nach 1996, 2000 und 2004 hat eine Regeländerung des Weltverbandes UCI zunichte gemacht.

«Die Perspektivlosigkeit im Verband hat mich jetzt zum Umdenken gezwungen», sagte Bartko, der aber noch nicht an ein Karriereende denkt. «Meine Deadline sind die 40», erklärte der 16-fache deutsche Meister, der im Oktober in Potsdam ein Bachelor-Studium aufnehmen wird. Sportlich will sich der 18-fache Sixdays-Sieger vor allem weiter im Sechstagegeschäft mitmischen.

2.9.2011



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