Momente.. die ich nie vergessen werde

11.11.2007
Als ich heute morgen erwachte, lagst du seitlich zu mir gedreht, den Kopf nahe bei meinem auf dem selben Kissen, obwohl du doch dein eigenes hattest. Ich hob die Hand und streichelte dir über das Gesicht, sah rasch zur Uhr und bemerkte, dass ich noch eine halbe Stunde schlummern konnte, bis der Wecker uns aus allen seeligen Träumen reißen würde. Also drehte ich mich auf den Rücken, was dir anscheinend gar nicht passte, denn du schnapptest meine Hand und zogst meine Beine unter deine, die nun angewinkelt standen. Ich hätte am liebsten laut losgelacht, so verknotet, wie wir wieder da lagen. Aber ich beließ es dir zu Liebe doch bei einem Schmunzeln und schloss meine Augen. Als ich dann beim zweiten mal erwachte, blicktest du mir schon im nächsten Moment mit deinen strahlenden Augen entgegen und zogst mich direkt in deine starken Arme. Ich war so unendlich glücklich. Alles war so harmonisch und unbeschwert. Ich habe mich gefühlt, als würden wir seid Jahren jeden Morgen nebeneinander aufwachen mit der gleichen Verliebtheit, wie am ersten Tag.

Weihnachtsmarkt Trier 2007
Ich war an diesem Tag äußerst schlecht gelaunt. Warum, das weiß ich nicht mehr, aber es gab leider vieles, was zu der Zeit mein Gemüt trübte. Fast hättest du es vergessen, du hattest auch nicht sonderlich viel Lust - mir ging es genauso. Trotzdem hast du dein Versprechen eingelöst und liefst mit mir über den Weihnachtsmarkt. Es war bitterkalt! Du hast mich gezwungen meine Weste unter dem Mantel anzuziehen, trotz all meiner Klagen, dass ich darin wie ein Rollmops aussähe - Für dich zählte das nicht *lächel* In deinen Augen bin ich immer schön, hauptsache gesund und glücklich. Genau das ist, was dich mittlerweile für mich extrem von allen anderen Menschen abhebt. Deine Fürsorge ist wunderbar. Ich bekam Ohrenschmerzen, promt kauftest du mir eine Mütze. Nicht irgendeine.. eine Weihnachtsmütze mit laaaangem Zipfel und für dich die mit Zöpfen. Du machst aus allem etwas humorvolles, mit dir verfliegt jede schlechte Laune! Immer schaffst du es aus mir ein Lachen hervor zu locken, egal wie schlecht gelaunt ich auch bin. Banale Tätigkeiten verwandelst du in ein Abenteuer. Du bist was ganz besonderes - und das sage ich nicht, weil ich dich so sehr liebe, das sage ich, weil ich dich erst langsam zu begreifen lerne, dich richtig kennen lerne. Du bist mein Studium mit unbegrenzten Semester. Ich möchte noch so viel mehr mit dir erleben!
06.02.2008
In der Nacht vor meiner Abreise nach meinem Kurzauszug ging es mir besonders schlecht. Mich hatte die Grippe erwischt und ich fühlte mich total schwach und übel. Rührend hast du dich um mich gesorgt. Warst mit mir zusammen duschen, hast danach meine Haare gekämmt und mal wieder eine schöne Frisur gezaubert (weißt du wie sehr ich das liebe?!). Danach wurde das Bettchen kuschelig eingerichtet, mit all den Schmusekissen, die mich an dich erinnern und trösten sollen, wenn wir getrennt voneinander sind (du bist so einfühlsam!). Weil es mir nicht gut ging, bist du extra in der Nacht, nein, früh morgens bereits noch aufgestanden und hast mir einen Glühmet als Schlaftrunk zubereitet. Dabei musstest du doch an diesem Tag früh raus zur Arbeit. Immer gehe ich vor und so oft habe ich deswegen Angst, dass du dich selbst vergisst und einst unglücklich wirst. Aber bisher konnte ich dein kindlich frohes Wesen bewahren, das mich selbst so glücklich macht. Bleib so wie du bist, ja? Du hast Macken, das streite ich nicht ab und manchmal ist es schwer mit dir, doch auch für dich mit mir. Trotz allem bist du so, wie du bist, für mich perfekt. Danke, dass du dich so aufopferst.
17.02.2008
Heute und gestern waren wir beide auf dem Mittelalterarkt und neben freudigen Ereignissen mit Martin und Maya und unseren Zukunfsträumen über den eigenen Metstand, habe ich auch wieder etwas wundervolles an dir entdeckt. Mir war nicht bewusst, dass ich so sehr nach Hörnern geschaut habe, aber ich wollte schon immer eines besitzen. Was tust du? Du kaufst mir eines unter närrischem Einsatz. Für mich bist du dir zu nichts zu schade, du schämst dich nicht und gibst für mich deinen Stolz auf. Manchmal habe ich Angst, dass du dich ganz vergisst, aber darüber haben wir gesprochen. Mittlerweile, mein Schatz, haben wir uns gut aufeinander eingespielt und du bist sehr aufmerksam geworden. Ich danke dir und ich übersehe das nicht, auch wenn ich nicht zu allem etwas sage oder Lob ausspreche. Aber es berührt mich jedesmal und bleibt immer in meinen Erinnerungen vorhanden. Es war ein schönes Wochenende.. und ich danke dir, dass wir Valentinstag so nachgeholt haben. Unser erstes gemeinsames Valentin hätte nicht schöner sein können.








17.04.2008
Nun sind wir schon über ein Jahr zusammen und die Zeit verging, wie im Flug. Es gab viele schöne, tief emotionale Momente, lustige, wie auch viele Tränen - dennoch haben wir alles stets mit leichtigkeit Überwunden, Verständnis gezeigt und unser Band gestärkt. Mittlerweile habe ich gelernt, was unsere Schwachpunkte sind, was verletztend wirkt und wie ich dir eine Freude machen kann, ohne dass ich mich selbst aufgeben müsste. Es passt einfach alles perfekt und ich bin so glücklich, wie ich es nie gewagt hatte zu hoffen.
Jetzt allerdings sitze ich seit fast 2 Stunden zuhause und starre unentwegt auf die Uhr. Nichts vermag mich abzulenken, seitdem deine SMS kam, dass du bald zu Hause wärst. Leider ist es eben jene Zeit, die ich nun warte und du dich verspätest und ich nicht weiß, wieso und vorallem wie es dir geht. Ungewissheit ist ein schreckliches Gefühl und lässt grausame Gedanken erwecken, die einem einen bitteren Beigeschmack geben. Deswegen lege ich mich nun wieder in mein Bett, schlage mein Buch auf und lese die letzten 30 Seiten - und ich hoffe, dass beim Einklappen des Einbandes das Klingeln des Telefons mich erlöst.
