Unsere Thüringer Wald Ziege
Die Rasse entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts, als Ziegenzüchter aus Thüringen in ihre damaligen regionalen Landschläge Toggenburger Ziegen einkreuzten. 1935 hatte sich die Rasse soweit konsolidiert, dass sie als eigenständige Ziegenrasse benannt wurde. Seitdem wird sie rein weitergezüchtet. Schon zu Zeiten der DDR wurde die Thüringer Wald Ziege als bedrohte Rasse anerkannt und ihre Zucht finanziell unterstützt.
Die Thüringer Wald Ziege ist heute die einzige eigenständig gezüchtete, einheimische Ziegenrasse Deutschlands - ohne Einkreuzungen anderer Rassen aus dem In- und Ausland.
Die Thüringer Wald Ziege wird in fast allen Bundesländern gezüchtet. Ein stetiger Aufwärtstrend ist dabei zu beobachten, der aktuell etwas abflacht.
Im Jahr 2011 waren insgesamt rund 150 Böcke und 1300 Ziegen bei 124 Züchtern registriert.
Die Zuchttiere sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Herdbücher führen jeweils die Landesziegen- bzw. -schafzuchtverbände. Schwerpunkt der Zucht ist im Ursprungsgebiet Thüringen, aber auch in Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Bayern.
Der Gefährdungsgrad liegt in der Kategorie II (stark gefährdet) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.
Maße und Gewichte:
Widerristhöhe : Ziege 70 - 75 cm - Bock 80 - 85 cm
Gewicht : Ziege 40 - 55 kg - Bock 55 - 70 kg
- Widerstandsfähig und anspruchslos,
- vorwiegend milchbetonte Doppelnutzung (Milch und Fleisch),
- Einsatz in der Landschaftspflege,
- saisonale Brunst, eine Lammung pro Jahr, in der Regel Zwillingsgeburten, Drillingsgeburten sind jedoch nicht selten,
- Milchleistung 700 - 800 kg mit durchschnittlich 3,5% Fett und 3,0% Eiweiß.




