aphorismen


 Vom  unverständlichen  Verstand

 

Heutzutage besitzen die meisten Leute viel Verstand,
aber keinerlei Verständnis.

Denjenigen aber, die voller Verständnis sind,
fehlt es meist am Verstand.

Der UNVERSTAND differenziert sich in:

1) nicht  verstehen können

2) nicht verstehen wollen

3) sich nicht verstehen getrauen.

Die VERSTÄNDNISLOSIGKEIT
differenziert sich in die gefühlsmäßigen Varianten
dieser UNVERSTANDESEBENEN.

Der verständige Mensch ist rar geworden,
das zwischenmenschliche Verstehen selten.

Stattdessen profilieren wir uns in sisyphosischen Wettrennen,
bei denen bekanntlich das Profil verloren geht.

Um das zu erkennen, bräuchte man Verstand,
der stattdessen zur weiteren Profilierung missbraucht wird.

Somit wird die Verstandespotenz benützt
zur Züchtung eines UNVERSTANDS,
der dazu dienen soll, uns einzudünkeln,
wir seien Leute von ver-STAND.

Verstehen Sie das?
 

Merke:
Wer seine eigene Dummheit versteht,
ist über sie hinausgewachsen!

 

 


 

Narren und Helden

Es gibt zwei Sorten von Narren:

1.  Die Gutmütigen, die zu vertrauensselig sind,
von arglistigen Leuten betrogen werden
und an der 'Schlechtigkeit der Welt' scheitern.

 

2.    Die Gierigen, die auf vermeintlichen Vorteil schielen,
die Folgen ihres Tuns übersehen
und dann vom Bumerangeffekt heimgesucht werden.

 

 

Es gibt 2 Sorten von Helden:

1.       Die Idealisten, welche aus Liebe etwas wagen,
und einer guten Sache dienen.

2.      Die Ehrgeizigen, welche dem Machthunger frönen,
dabei der Unterdrückung und Ausbeutung dienen.

Die Idealisten beschützen die Gutmütigen
und warnen die Gierigen.

Die Ehrgeizigen übervorteilen die Gierigen
und nutzen die Gutmütigen aus.

Du entscheidest, was Du sein willst:

Spiele die Rolle in Deinem Leben,
die Dir an anderen gefällt...

 

 

 

Man könnte auch...

...die Stille suchen einer Neumondnacht,
in sich hineinhören und Visionen empfangen.

...einem andern helfen,
ohne auf Belohnung zu warten.

...im Stillen verzeihen
und laut um Verzeihung bitten.

...einem Traurigen ein Lächeln schenken

...mit einer Blume Danke sagen,
dem, der uns Trost und Hilfe gab.

...eine bessere Zukunft besingen,
statt Klagelieder über die Vergangenheit zu jaulen.

 


 

72 Seiten Aphorismen und Satiren, thematisch geordnet, in meinem Buch:

"Vom Kern der Zeitläufte"
ISBN 978-3-8370-8415-3

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