Forum für Berner Sennenhunde und ihre Menschen  

Krankheiten

 
Bei unseren Hunden gibt es fast ebenso viele Krankheiten wie bei uns Menschen.
Die hier angeführten Krankheiten stellen nur einen Ausschnitt möglicher Erkrankungen dar. Sie sollen Ihnen lediglich dabei helfen, zu erkennen, dass Ihr Hund erkrankt ist. Manche leichteren Erkrankungen kann auch ein Laie im Laufe der Zeit selber beheben, während wir dringend dazu zu raten, bei ernsthaften oder unklaren Krankheitsbildern einen Tierarzt aufzusuchen. Die Veterinärmedizin hat in den letzten Jahrzehnten ganz erhebliche Fortschritte gemacht und ein langes Studium ist nötig, Krankheiten richtig zu erkennen und die dafür richtigen Arzneien einzusetzen. Darum sollte kein Laie einen Hund behandeln, wenn er nicht genau weiß, welche Krankheit er hat.
Medikamente die beim Menschen  gut wirken, können beim Hund genau das Gegenteil bewirken.
Da unsere Hunde bekanntlich nicht sprechen können, sich über Bauchweh oder Übelkeit nicht beklagen können, müssen wir aus ihrem Verhalten schließen, ob sie sich wohl fühlen oder ob mit ihnen etwas nicht stimmt. Wenn wir unsere Hunde lange genug kennen, ist es für uns auch meistens nicht schwer.
Hat man aber gerade erst einen Hund übernommen und weiß nichts Näheres über ihn und eventuelle Krankheiten und auch Impfungen, so sollte man ihn unbedingt erstmal einem Tierarzt vorstellen.
Die folgende Tabelle wird noch erweitert, genauso werden auch noch zu den einzelnen Krankheiten, ausführlichere Unterseiten erstellt, die in grün erscheinenden Krankheiten, verfügen schon über eine eigene Unterseite, einfach anklicken .

Krankheit Ursachen Symptome Was ist zu tun
Wurmbefall
v.a. Spul- und Bandwürmer
unspezifisch, Abmagerung, Durchfall, aufgetriebener Bauch, stumpfes Fell
regelmässig Stuhl untersuchen lassen, bei positivem Befund, entwurmen
Darmparasit, ansteckend chronisch intermittierenden katarrhalischen Durchfall, der auch Schleimbeimengungen enthalten kann und gelegentlich blutig ist

zum Tierarzt

 

Magendrehung ? nicht genau nachgewiesen würgen ohne erbrechen zu können, speicheln,stöhnen, können sich nicht hinlegen, laufen vorsichtig, mit hochgezogenem(gekrümmten) Rücken,Schleimhäute werden blass, Bauch bläht tonnenförmig auf und fühlt sich steinhart an

Lebensgefahr!

Sofort zum Tierarzt, besser noch direkt in eine Klinik

Zwingerhusten
Virusinfektion, ansteckend
Nasenausfluss, starker Husten, evtl. Fieber und Allgemeinstörungen bis hin zu Lungenentzündungen
unbedingt zum Tierarzt

Leptospirose(Stuttgarter Hundeseuche)

Bakterieninfektion,
ansteckend
Fieber, Schwäche, Erbrechen, Durchfall, Augenveränderungen, evtl. Leber- oder Nierenversagen
unbedingt zum Tierarzt
Virusinfektion, ansteckend
Fieber oder Untertemperatur, Mattigkeit, Erbrechen und v.a. Durchfall, wässrig bis blutig
unbedingt zum Tierarzt
Zecken können z.T. Krankheiten übertragen
mit Blut vollgesogene Zecken, wie geschwollene, bräunlich-weisse, erbsengrosse Gebilde
sofortiges Entfernen durch Herausdrehen und anschliessende Desinfektion
Borreliose
Bakterieum,
Übertragung durch Zeckenbiss
gestörtes Allgemeinbefinden, Gelenkssymptome, so wie Lahmen wechselnd, mal rechts mal links, periodisch teilweise mit Fieber
unbedingt zum Tierarzt
FSME Virus, Übertragung durch Zeckenbiss

beginnt i.d.R. akut mit stark erhöhter Körpertemperatur bis über 41°C , Verhaltensänderungen von apathisch bis übererregt oder aggressiv, Gangstörungen bis zu Tetraparesen/-plegien und Krampfanfälle können auftreten

 
unbedingt zum Tierarzt
Übertragung durch Zeckenbiss

häufig hohes Fieber, gefolgt von Mattigkeit und Appetitlosigkeit, Blutarmut, oft Gelbsucht, es kann auch eine dunkle Färbung des Urins auffallen

unbedingt zum Tierarzt
Virusinfektion, ansteckend
Fieber, Erbrechen, Durchfall, Augenentzündungen, Schnupfen, manchmal sogar Nervenstaupe mit krampfartigen Anfällen
unbedingt zum Tierarzt
Tollwut
Virus, Übertragung v.a. durch Wildtiere
Wesensänderung, übermässiger Speichelfluss, Aggressivität, Bisse
bei verdächtigem Kontakt sofort Tierarzt aufsuchen
Leishmaniose parasitäre Erkrankung, durch Sandmücken, ansteckend trotz Fresslust und normaler Verdauung – abgemagert, Lymphknotenschwellungen, Milz- und Lebervergrößerung, gelegentlich zu Muskelschwund, auffällig sind die Hautsymptome: Haarkleid wird dünn, glanzlos, rau, stellenweise Kahlheit, die Haut schuppt, am Ohrrand zeigen sich die typischen Veränderungen am häufigsten (exfoliative Dermatitis), Krallen häufig spröde, wachsen länger als normal, häufig auch Schwellungen im Gelenkbereich  
unbedingt zum Tierarzt
Bakterieninfektion
örtliche Infektion, häufig zum Schluss einer Läufigkeit, wenn der Gebärmutterhals noch nicht keimdicht verschlossen ist
leichtes bis heftig gestörtes Allgemeinbefinden, ein unnormales Durstgefühl mit entsprechend hoher Urin- Ausscheidung, manchmal einen umfangreicheren Bauch und eine klare Hinterhandschwäche
unbedingt zum Tierarzt
Demodikose (Demodex-Milben) spezielle Form der Räude (Rote Räude), durch Haarbalgmilben (Demodex-Milben) Rötungen, Schuppen, Haarausfall sind erste Anzeichen besonders betroffen ist die Kopfregion, der Nasenrücken, die Ohren und die Augen, es entsteht der Eindruck, als habe der Hund eine Brille auf, kahle Stellen können vereinzelt auftreten, sich aber auch über den ganzen Körper erstrecken
unbedingt zum Tierarzt
HD/ Hüftgelenksdysplasie Erbanlage, Ernährung, Überanspruchung

Schmerzen -Anlaufschmerzen/Berührungsschmerz/ Belastungsschmerz, Lahmheit, Schwierigkeiten beim Aufstehen, Hinlegen und beim Springen, Sinkende Belastbarkeit, Verkürzte Schrittlänge, asymmetrisches Becken (das Becken ist ungleich geformt), Eingeschränkte Streckung und Auswärtsziehen des Hüftgelenkes, Verspannter Pectineusmuskel (Muskel an der Innenseite des Oberschenkels)

Tierarzt

Physio-therapeuten

ED / Ellenbogengelenk-Dysplasie

 

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