celinas-schwerer-weg

 

                                   

Anfang Oktober 2005 bekommt Celina auf einmal Krampfanfälle und wird vom Kinderarzt sofort in die Uniklinik Frankfurt eingewiesen.

Die Ärzte gehen von einer Epilepsie aus und behandeln sie. Es wird ein paar mal Hirnwasser gezogen und andere Untersuchungen werden gemacht. Wir sind Tag und Nacht bei Celina, versorgen sie selbst, doch Celina geht es immer schlechter. Sie bekommt Fieber, hat 7 Lungenentzündungen, bekommt 2 Atemstillstände beim MRT, kann nichts mehr essen und trinken, öffnet ihr Augen wochenlang nicht mehr und weint nur noch. Sie bekommt Bluttranfusionen, ihr wird Suerstoff angelegt und dann wird sie beatmet.  

 

                                    

Celina kommt auf Intensivstation, wieder auf Normalstation und am 6. Dezember dann wieder auf Intensivstation.

Die Ärzte wissen nicht was sie hat, rätseln rum und wissen nicht was sie noch machen sollen. Sie geben ihr verschiedene Medikamente, uns keine Auskunft, vergessen uns bei der Visite und gehen uns aus dem Weg. Das Einzigste was sie immer wieder sagen ist das "Celina sehr schwer krank" ist.

Auf mich hören sie garnicht mehr und so fängt mein Vater an immer und immer mehr nachzubohren und wünscht immer mehr Gespräche... Es ist soweit das die Ärzte nach fast 4 Monaten sagen das sie sich auf diesem Gebiet nicht mehr auskennen und sie nun an die Intensivärzte übergeben.

 Celina geht es an Nikolaus so schlecht das sie sofort auf Intensiv kommt und in der Nacht beatmet werden muss, weil ihr die Lunge zusammenfällt und sie ins Koma fällt. Sie bekommt viele verschiedene Medikamente, auch 6 mal am Tag Morphium.Auch diese Ärzte wissen erst nicht was es sein kann, machen dann aber Tests und vermuten zum Schluss eine Krankheit, auf die Celina nach langem Warten positiv getestet wird. Es wird ihr Haut entnommen um zu 100 % zu wissen das es diese Krankheit ist.

Anfang Januar bittet ein Arzt uns zu sich um ein Gespräch mit uns zu führen. In diesem Gespräch sagt er uns das Celina unheilbar krank ist und bis zu ihrem 2. Lebensjahr versterben wird.

Es war ein so großer Schock, denn wir rechneten damit das sie wohl behindert sein würde, aber mit dieser Diagnose.....

Der Arzt sagte weiter das er uns raten würde Celinas Maschinen abzustellen, da sie nur noch leidet und es keine Hoffnung für sie gibt. Diese Entscheidung konnten wir nicht sofort treffen und fuhren erst einmal nach Hause. Wir unterhielten uns lange und entschieden uns dazu Celina nicht mehr länger leiden zu lassen, denn mittlerweile hatte sie sehr viel Wasser eingelagert und wir konnten sie nicht mehr auf den Arm nehmen, da sie dann weinte.

Wir sprachen mit dem Arzt, ich rief unsere Familie und Freunde an und teilte ihnen mit das Celina im Sterben liegt und das sie kommen können um sich von ihr zu verabschieden wenn sie dies gerne möchten. Es kamen viele, den letzten Tag mit ihr zusammen nahmen mein Vater und ich uns dann aber für uns alleine. Wir erzählten lange mit Celina und erklärten ihr warum wir diese Entscheidung trafen. Sie schaute uns an und es war wie ein Hilferuf..... Im nachhinein würden wir diese Verabschiedungszeit für Familie und Freunde nicht mehr geben, da es sehr schwer war mit jedem einzelnen zu Celina zu gehen.                             

 

                                                                                  

Als wir an diesem Abend gingen, an dem auch wir uns von ihr verabschiedet haben, sagte mein Vater zu Lini das sie gehen soll, wenn sie nicht mehr kann und will.....doch sie ging nicht in dieser Nacht.

                                                                                                                        

                    

 

                                   

                           

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