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Verkehrsatlas - mehr oder weniger

Von Jürgen Meyer-Kronthaler

Es gab einmal eine Zeit - vor einem guten Jahrzehnt ging sie zuende -, in der es in der DDR Karten zu kaufen gab, bei denen für das feindliche Ausland - dazu zählte auch West-Berlin - nur eine Minimalkartographie herrschte: kaum angedeutete Straßen in einem ansonsten kargen Ödland namens "Westberlin", beziehungslos von Bahnlinien durchfurcht. Terra incognita. Dieses absonderliche Darstellungsprinzip - aktualisiert und wesentlich verfeinert, subtil geradezu - feiert fröhliche Urständ bei zwei jüngst erschienenen Kartenwerken. "Berlin Brandenburg Erlebnis Atlas" heißt das Produkt des VBB (neu; 24,95 DM), und ein Aha-Erlebnis ist es in der Tat festzustellen, wie innerhalb der Berliner Stadtgrenze die Bus- und Straßenbahnlinien nicht bezeichnet sind, durch überwiegend namenlose Straßen fahren. Mit unbenannten, kleinen roten Haltestellen-Knötchen ist dieser Verkehrsplan (!) in Berlin übersät. Ganz anders der "Berlin Atlas und mehr" von der BVG (jetzt 12,- DM). Das Meer der Orientierungslosigkeit beginnt hier nämlich jenseits der Stadtgrenze: Umland-Buslinien führen dort keine Liniennummern, Haltestellen keine Namen. Auch dies ein Verkehrsplan! Prinzip: s.o. Der Berliner bzw. der Brandenburger kenne ja seine jeweilige Umgebung, heißt es seitens des VBB zur Begründung; beide Kartenwerke zusammenzuführen, ergäbe einen zu gewichtigen Atlas. Ein vielleicht doch vorhandener Bedarf an einem (von evtl. entbehrlichen Sonder-Service-Seiten befreiten) Gesamt- werk wird schlicht negiert. Der Gedanke, beide Erzeugnisse "nachzurüsten" - Illusion. Zumindest Touristen (aber nicht nur die) tragen dann also wohl zwei Kilogramm "Mehr Erlebnis" mit sich herum. Dafür ist die Geldbörse um 36,95 DM erleichtert.Der Artikel erschien in Heft 7/2000 von "Berliner Verkehrsblätter - INFORMATIONSSCHRIFT DES ARBEITSKREISES BERLINER NAHVERKEHR"
Die Berliner Verkehrsblätter berichten laufend über das Verkehrsgeschehen in Berlin und Umgebung. Die Zeitschrift wird von Verkehrsfreunden in ihrer Freizeit für alle am aktuellen und auch am historischen Berliner Verkehrsgeschehen interessierten Leser gemacht und informiert seit ihrem ersten Erscheinen im Jahre 1954 monatlich über aktuelle Ereignisse und über das Vergangene in Berlin und Umgebung. Einzelpreis 2,80 DM (Ausland 3,70 DM); Jahresabonnement 33,60 DM (Ausland 44,40 DM). Die Berichterstattung umfaßt aktuelle und historische Themengebiete: Linienchronik, Wagenpark, Tarifwesen, Museumsfahrzeuge, Technik, Literaturbesprechungen und aktuelle Kurzmeldungen aus den Bereichen S-Bahn, U-Bahn, Regionalbahn, Eisenbahn, Straßenbahn, Omnibus und Personenschiffahrt. Zahlreiche Fotos, Titelblatt stets farbig, runden jede Ausgabe ab. Die BERLINER VERKEHRSBLÄTTER erscheinen monatlich und sind vornehmlich im Abonnement zu beziehen, aber auch in ausgewählten Fachgeschäften des Modellbahnhandels erhältlich. Gegen Überweisung von 2,80 DM auf unser Postbankkonto 266 80 - 104 (BLZ 100 100 10) übersenden wir Ihnen gern ein Probeheft (bitte nicht den Absender vergessen). Wenn Sie an einem regelmäßigen Bezug der BERLINER VERKEHRSBLÄTTER interessiert sind, senden Sie bitte eine Nachricht (s. u.). Sie werden dann künftig jeden Monat unsere Zeitschrift mit der Post erhalten. Bitte zahlen Sie NICHT im voraus, Sie erhalten von uns eine Rechnung. Bestellungen richten Sie bitte an: Arbeitskreis Berliner Nahverkehr e.V., Binger Straße 88, 14197 Berlin, Telefon: 822 32 45 e-mail: 100.135499@germanynet.de Telefax: 3 42 48 55. Der Einzelverkauf findet statt im Berliner Bahnliteratur-Buchhandel, in ausgewählten Geschäften des Modellbahn-Fachhandels, bei den Kundenbüros der S-Bahn Berlin GmbH sowie im BVG-Souvenirshop.
"Zeitlos wertvoll": BERLINER VERKEHRSBLÄTTER. Am Verkehrswesen in und um Berlin interessierte Mitbürger gibt es sehr viele - und das sind kaum jene "Nörgler", die sich nur zu Wort melden, wenn ihnen Bus oder Bahn soeben "mal wieder vor der Nase weggefahren" sind. Doch nicht alle engagierten und sachkundigen Kenner des Nahverkehrs wissen, daß es eine Zeitschrift gibt, die laufend über das Verkehrsgeschehen in Berlin und Umgebung berichtet. Gemeint sind die BERLINER VERKEHRSBLÄTTER, eine Publikation, die von fachkundigen Verkehrsfreunden für alle am aktuellen wie auch am historischen Berliner Verkehrsgeschehen interessierten Leser herausgegeben wird. Sie informiert seit ihrem ersten Erscheinen im Jahre 1954 - im nunmehr 47. Jahrgang - monatlich über Neuigkeiten und historische Ereignisse. Waren es anfangs drei bis vier hektographierte Blätter im Monat, so können die - durchweg ehrenamtlich arbeitenden - Herausgeber jetzt ihren Lesern 20 bis 24 Druckseiten anbieten. Schon längst sind auch zahlreiche Abbildungen hinzugekommen und seit zehn Jahren gibt es immer eine farbige Titelseite. Daß dies nach wie vor zu einem Preis ermöglicht werden kann, der weit unter dem eines Einzelfahrscheins liegt, verdankt diese Zeitschrift nicht zuletzt der Erstellung in "Eigenregie" - von der Planung bis zur Endkorrektur, vom Schreiben bis zum Layout, von der Fotobeschaffung bis zum Redigieren wird alles in der Freizeit gestaltet. Verwaltung und Archivpflege seien nur am Rande erwähnt. Stets auf dem aktuellsten Stand zu sein, ist selbstverständlicher Anspruch. Von den Abonnenten wird das "Blättchen", wie es die Macher liebevoll nennen, gern angenommen. Wer die mit fundierten Aufsätzen, vielen Kurzmeldungen, mit Skizzen, Streckennetzplänen, Typenzeichnungen oder Tabellen sowie Kommentaren, Glossen und Buchbesprechungen "gespickten" BERLINER VERKEHRSBLÄTTER kennt, möchte sie nicht mehr missen. "Zeitlos wertvoll" heißt auch: Die Hefte sind ein zuverlässiges Nachschlagewerk in schnellebiger Zeit. Die BERLINER VERKEHRSBLÄTTER kosten - seit vielen Jahren preisstabil - im Jahresbezug (12 Hefte) 33,60 DM.

Vorstehende Eigendarstellung der BERLINER VERKEHRSBLÄTTER kann der berlinferne jahrzehntelange BVB-Abonnent und BV-Leser in vollem Umfang nur unterstreichen, tendenziell jedoch eher als Untertreibung charakterisieren. Mit das beste an der Zeitschrift sind die Jahresregister, die eine systematische Suche nach Fakten noch nach Jahren ermöglichen. Dietrich Hiller (Stuttgart), Webmaster dieser Seite.




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