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| Neustadt an der Weinstraße war mein neues Ziel |
| Die Sonne brannte vom Himmel und die Hochzeitsgäste und meine |
| Gastgeber wollten gründlich ausschlafen. Schliesslich mussten sie |
| Montags wieder zur Arbeit. |
| Ich hatte sehr lange geschlafen und wollte undbedingt noch was von |
| der Gegeng sehen. Also nicht lange gefackelt und ich war auf dem Weg |
| nach Neustadt an der Weinstrasse. |
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| Worms |
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| Mit einem kleine Umweg landete ich in Worms. |
| Direkt am Ostufer vom Rhein lag ein wunderschöner Campingplatz, auf dem |
| ich das letzte Mal übernachtet hatte. |
| Ich kann mich erinnern, dass ich damals meinen Spargelschäler gekauft hatte. |
| Und Spargel gekauft und gekocht hatte |
| Einige Zeit bin ich den Rhein entlang gefahren und ich fuhr direkt in die Innenstadt. |
| Ich besichtigte den Dom, den sie gerade außen renovierten. |
| Er war alt und gediegen. Ein kunsthistorisch bedeutendes Denkmal |
| Bischof Burchard den Dom im 11. Jahrhundert errichten lassen. |
| Das Haus der Menschen, zum Gebet, auf der Suche nach |
| Stille oder in Bewunderung der Kunstwerke. |
| Wer mehr wissen will, siehe: www.wormser-dom.de (bitte Linkhinweis beachten) |
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| Neustadt an der Weinstraße |
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| Neustadt an der Weinstraße, das Tor zum Naturpark Pfälzerwald |
| Es gibt einiges zu entdecken |
| Die historische Altstadt mit dem Wahrzeichen, der gotischen Stiftskirche |
| mit der groessten Grussstahlglocke der Welt |
| Das Kuckucksbähnel eine Entdeckungsreise entlang der |
| Deutschen Weinstrasse |
| Hambacher Schloss hoch über der Stadt |
| Bis zu 50 Jahre alte Rebstöcke mit seiner wahren Rebsortenpracht. |
| Der Wegweiser meines von meinem GPS lotste mich in die Innenstadt. |
| Ich durchfuhr Enge Gassen und landete prompt in einer Sackgasse. |
| Sehr viele Leute waren unterwegs. Die Cafes waren voll von |
| Nachmittags-Schlemmer-Kuchen-Gäste, die mit vollendeter |
| Ruhe ihren Kaffee tranken. |
| Ich mag keinen Kaffee und wollte eigentlich nur das Tor zur |
| Weinstraße sehen. Ich fand es nicht. Ich umkreiste weiter durch |
| die Innenstadt und entdeckte dass die Parkplätze bei Aldi und Lidl |
| voll von Kunden war. Die Leute kamen mit vollgepackten Taschen heraus. |
| Entweder war heute Samstag oder mein gestresster Hochzeits-Nachts- |
| Kopf spann Fiktionen in mir. Kaum um die nächste Ecke sah ich das |
| gleiche Spiel. Vollbepackte Taschen. Ich zweifelte an mir ob heute |
| Sonntag oder Samstag oder vielleicht sogar schon Montag wäre. |
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| Ich liess die historische, vollgepackte Altstadt und verwinkelten Gassen |
| hinter mir und suchte den Weg nach Süden.. Das GPS ist doch nicht |
| das Wahre. Landkarte hatte ich dabei, aber ich war froh, dass ich wenigstens |
| eine passende Straße nach Süden fand. |
| Vom Tor weit und breit keine Spur und die Bezeichnung "Weinstraße" |
| fand ich auch nicht. Dabei gab es im um den Pfälzer Wald und in der |
| Rheinebene soweit das Auge sehen konnte: Weinberge. |
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| Nach zwanzig Kilometer fand ich den reizenden Ort Edenkoben und ein Hotel |
| Ja wir haben Einzelzimmer noch frei und der Preis wäre auch nicht zu hoch. |
| Es war eine wunderschöne Anlage mit gepflegten Blumenrabatten. Ich |
| liess mir trotzdem das Zimmer zeigen, da die Speisenkarte sehr hohe |
| Preise mir anzeigte. Das Zimmer passte zum Outfit der Hotelanlage und |
| des Restaurants. Neues Badezimmer mit allem Pi Pa Po und dann dieser |
| Blick hinaus. |
| Nein DANKE, das werde ich nie versthen. Wenn ich ein Einzelzimmer |
| habe mit Ausblick zur Mülltonne, konnte ich nur NEIN DANKE sagen. |
| Ich fragte noch nach der Weinstraße und lenkte mein Auto in glühender |
| Hitze fünfhundert Meter nach Westen und tuckerte weiter nach Süden. |
| Ich befand mich auf der Weinstraße und fuhr durch Weinberge hindurch. |
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Burrweiler
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| Wieder ein kleiner Ort mit einem Gasthaus. Das Speisekarte war |
| vielversprechend und die Preise angemessen. |
| Ja, ich liess mir das Einzel-Zimmer zeigen. |
| Wunderschön mit Ausblick in den Osten über Weinberge. |
| Ich war begeistert vom Doppel- äh - Einzel-Zimmer mit, jawohl |
| mit Balkon. Mit Tisch und Stuhl. Das gefiel mir sehr gut hier. |
| Und günstiger war es auch. Ich hatte nichts gefrühstückt und |
| wollte nur ein kleines Mittagessen haben. Es war sechzehn Uhr |
| und ich genehmigte mir eine Leberknödelsuppe und eine Flasche |
| Dornfelder Rotwein. Dann dachte ich an einen gemütlichen Mittagsschlaf. |
| Der mir die letzte Nachtruhe etwas zurückgab. |
| Schön war die Hochzeit, auf der sehr viel Wein getrunken wurde. |
| Bei unserer Hochzeit die Woche davor lag der Rekord in Apfelschorle. |
| Gegen achtzehn Uhr wurde ich wach, setzte mich auf den Balkon und |
| war mit mir und der Welt einig. Schön ist es, das Jetzt, das hier, das |
| Dasein. Ich telefonierte mit H., damit er wusste wo ich war und |
| beschloss gegen neunzehn Uhr das Dinner einzunehmen. |
| Flammkuchen war meine Wahl mit Spargel und Schinken. |
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Ich war der Meinung Flammkuchen sei ca. ein Zentimeter dick. Ähnlich einem Zwiebelkuchen, weit gefehlt.
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| Umso überraschter war ich über die Pizzaform mit einem hauchdünnen |
| Boden, auf dem Creme-fraiche draufkam, dazu Spargel und Schinken. |
| Das halbe Glas Wein, was ich trank flüstere mir einen Spaziergang |
| durch die Weinberge zu. Warum nicht und ich begab mich bei |
| der Abenddämmerung auf Forschungsreise. Machte hier und da Fotos |
| Bewundete die alte Weinpresse und die alten Häuser im Dorf. |
| Die Gehsteige waren bereits hochgeklappt und die Dunkelheit wollte |
| mich einholen. Unbekannte Gegend liess mich zurückwandern in das |
| Hotel. Auf dem Balkon konnte ich die restliche Dämmerung im lauen |
| Abendwind geniessen. |
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| Johann Peter Uz (1720-1796) |
| Der Sommer und der Wein |
| In diesen schwülen Sommertagen |
| Fliegt Amor nur in kühler Nacht, |
| Und schlummert, wann die Sonne wacht: |
| Die Muse träumt nur matte Klagen. |
| Ich hänge mit verdrossner Hand |
| Die träge Leyer an die Wand. |
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| Doch, Freund! in schwülen Sommertagen, |
| (Zischt mir Lyäus in das Ohr:) |
| Hebt sich der Weinstock stolz empor, |
| Den Frost und Regen niederschlagen: |
| Und nur der höhern Sonne Glut |
| Kocht seiner Trauben göttlich Blut. |
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| So mag in schwülen Sommertagen |
| Der Weichling, Amor, schüchtern fliehn, |
| Und Scherz und Muse sich entziehn: |
| Der Wein wird sie zurücke jagen. |
| Es reife nur der frohe Wein: |
| Was kann mir unerträglich sein? |