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Das neuste aus der Transportbranche

ADAC: Neue Verkehrsbestimmungen im Ausland

Kraftfahrer, die nach Luxemburg und in die Niederlande fahren, sollten nach

Angaben des ADAC unbedingt die seit Sommer gültigen neuen

Verkehrsbestimmungen beachten.


In den Niederlanden beträgt die Höchstgeschwindigkeit für Kleintransporter

mit einem leichten Anhänger jetzt 90 km/h auf Schnellstraßen und Autobahnen.

Als leichte Anhänger gelten Wohnwagen, Faltwohnwagen, Pferdeanhänger und

Anhänger für Umzüge. Für Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über

3,5 Tonnen gilt maximal 80 km/h auf Schnellstraßen und Autobahnen.

In Luxemburg dürfen Navigationsgeräte nur noch an der Innenseite der

Windschutzscheibe angebracht werden, wenn sie das Sichtfeld des Fahrers

nicht einschränken. Außerdem dürfen nur Freisprecheinrichtungen verwendet werden,

bei denen der Fahrer beim Telefonieren beide Hände am Lenkrad halten kann.

Außerhalb geschlossener Ortschaften (auf Autobahnen und Landstraßen) muss der

Abstand zwischen zwei Fahrzeugen mindestens zwei Sekunden betragen.

Im Großherzogtum gibt es zudem zwei neue Verkehrszeichen: Das Schild

„Bereich mit eingeschränktem Verkehr", das es in Deutschland nicht gibt,

bezeichnet Flächen, bei denen Fußgänger stets Vorrang haben und die gesamte

Fahrbahnbreite nutzen können. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt bei

20 km/h. Parken ist nur auf den gekennzeichneten Flächen gestattet.

Im Gegensatz zum „Verkehrsberuhigten Bereich" dürfen Kinder aber nicht

auf der Straße spielen. Beim Verkehrszeichen „Fußgänger- und Fahrradüberweg"

haben Fußgänger und Radfahrer gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern stets

Vorrang, sofern sie die nötige Vorsicht walten lassen.

 

 

 

 

Kommentar: Unerhörte Erkenntnisse

Transport-Chefredakteur Torsten Buchholz über den Nutzen von

Umweltzonen und den europäischen Öko-Populismus.


Eine aktuelle Studie des ADAC kommt zu dem Schluss, dass seit Einführung von

Umweltzonen in Deutschland der erhoffte Effekt nicht in dem Umfang eingetreten sei,

wie er gewünscht war. An den Ergebnissen der vergleichenden Untersuchung dürfte

kaum zu rütteln sein. Ebenso richtig ist der Vorwurf der Effekthascherei, den der Autoclub

gegen die Politik erhebt. Denn allein der Beschluss zu diesen Maßnahmen war populistisch.

Die EU-Politiker gelten mittlerweile als Umweltschützer und Vorreiter einer nachhaltigen Welt.

Das Ganze klingt wie aus einem Öko-Märchenbuch für eine post-industrielle Welt,

in der jeder im Bioladen kaufen kann und sich satt auf die grüne Wiese des guten Gewissens legen darf.

In Brüssel und Straßburg tun sich also Gutmenschen zusammen, um das vereinigte Europa von den

vermeintlich bösen Dämonen des Verkehrs zu befreien, während in den Schwellenländern, auf den die

europäische Wirtschaft setzt, die Industrieschlote in den Himmel stinken.

Die Erkenntnisse des ADAC werden deshalb wohl unerhört bleiben.

Quelle : Transport-Online

BGL: Zoll-Chaos an EU-Außengrenzen

Die Lkw deutscher und österreichischer Unternehmen blockieren nach Angaben des

Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) wegen fehlender

Identifizierungsnummer die EU-Außengrenzen.


Unterschiedliche Umsetzungsstände und mangelnde Koordinierung zwischen den

EU-Mitgliedsstaaten haben, so der BGL, die Einführung einer EU-weit gültigen Kennnummer

für Wirtschaftsbeteiligte zum 1. Juli zu einer Existenz bedrohenden Hängepartie für deutsche

und österreichische Transportunternehmen gemacht.

Die so genannte EORI-Nummer (EORI = Economic Operators Registration and Identification System)

soll die Unternehmen bei jeglicher Kommunikation mit den EU-Zollbehörden eindeutig identifizieren.

Zu diesem Zweck wurde bei der EU-Kommission eine zentrale Datenbank geschaffen,

in der die Daten aller betroffenen Unternehmen zu hinterlegen sind.

Die Daten deutscher Transportunternehmer wird man allerdings in dieser Datenbank nicht finden:

Die Ausgabe von EORI-Nummern an deutsche Wirtschaftsbeteiligte durch das

„Informations- und Wissensmanagement der Zollverwaltung (IWM Zoll)“ in Dresden

läuft erst in diesen Tagen an. Mit einer Übermittlung der Daten nach Brüssel sei nicht

vor November 2009 zu rechnen. Deutschland bildet damit – zusammen mit Österreich –

EU-weit das Schlusslicht bei der Umsetzung der EORI-Verordnung.

Bulgarien und Italien etwa haben nicht nur die Erfassung und Übermittlung der Daten

aller Wirtschaftsbeteiligten fristgerecht abgeschlossen, sondern greifen auch seit diesem

Stichtag bereits auf die zentrale Brüsseler Datenhaltung zu. Lkw deutscher Transportunternehmen

wird seither an den bulgarischen und italienischen EU-Außengrenzen bei der Einreise in die EU

die Zollabfertigung verweigert – „dank“ der verzögerten deutschen Umsetzung der EU-Verordnung

können sie schließlich noch keine EORI-Nummer vorweisen, und ihre Unternehmen sind in der

zentralen Datenbank nicht hinterlegt.

Mitten in der Wirtschaftskrise werde nach Angaben des BGL damit den deutschen

Transportunternehmen behördlicherseits die Arbeit weiter erschwert und in Einzelfällen unmöglich

gemacht. Wie es trotz so genannter Koordination durch die EU-Kommission in Brüssel dazu kommen könne,

dass einige EU-Mitgliedsstaaten zum Stichtag die EORI-Nummer bereits zwingend verlangen,

während andere noch nicht einmal mit deren Ausgabe begonnen haben, bleibe undurchsichtig.

Der BGL fordert daher dringend vom Bundesministerium der Finanzen und auch von der

EU-Kommission pragmatische Maßnahmen zur Abhilfe.

Quelle: Transport-Online 14-07-09

Brescia/Italien

 

Riesiger Lkw-Hof eingeweiht

Einen der größten Lkw-Höfe in Europa hat die italienische Autobahngesellschaft

Brescia-Padova Srl jetzt an der Autobahn A4 in Betrieb genommen.

In dem 173 000 Quadratmeter großen „Autoparco Brescia Est“ sind 430 Stellplätze

mit Stromanschluss für Kühlzwecke auf einer Fläche von insgesamt 38 000 Quadratmetern

untergebracht. Außerdem stehen eine Reparaturwerkstatt, ein Reifenservice,

eine Waschanlage, ein Warenzwischenlager für Notsituationen, ein Autoverleih und

eine mehrsprachige Auskunftsstelle zur Verfügung.


Für die Erholung der Fahrer sorgen unter anderem ein Restaurant mit 900 Sitzplätzen,

eine rund um die Uhr geöffnete Kaffeebar, ein Fernsehraum, ein Billardsaal, Videospiele,

Internet-Anschlüsse sowie Warmwasserduschen und ein Motel mit zwölf Zimmern.

Aus Sicherheitsgründen wird die Anlange rund um die Uhr von Fernkameras überwacht,

Photovoltaik-Panelen zur Stromerzeugung erhöhen die Umweltfreundlichkeit des Lkw-Hofs.

Quelle : LKW-Nachrichten News  14-07-09

 

Hessen: Lkw-Parkleitsystem geht im Oktober an den Start

 

In Hessen soll voraussichtlich im Oktober an Autobahnen ein Parkleitsystem für den

Schwerlastverkehr in Betrieb gehen. Eine Anlage wird nach Angaben des hessischen

Verkehrsministeriums zunächst an der Raststätte Taunusblick an der A 5 installiert.

Eine mit Leuchtziffern versehene Tafel zeigt dem Lkw-Fahrer schon vor der Ausfahrt an,

wie viel freie Parkplätze die Anlage noch bereit hält. 2010 soll auch die

Rastanlage Langen-Bergheim an der A 45 und der Autohof Kassel-Lohfelden West

mit einer Parkleit-Anlage bestückt werden. Vorreiter in Sachen Parkleitsystem ist die

Rastanlage Aichen an der A 8. In Hessen seien rund 3.200 Lkw-Stellplätze ausgewiesen.

Der Bedarf läge bei doppelt so vielen Parkplätzen, sagt Dieter Posch, Verkehrsminister

on Hessen, in einer Mitteilung. Der Ausbau von Rastanlagen soll bis Ende 2010 rund 800

zusätzliche Lkw-Stellflächen bringen. An der A3 bei Limburg soll dafür eine neue Rastanlage

mit 200 Parkplätzen entstehen. Die Raststätte Taunusblick soll ausgebaut werden und weitere

200 Plätze bereit halten. 17 Millionen Euro sollen 2009 und 2010 in den Ausbau von

Rastanlagen fließen, so das Verkehrsministerium.   Quelle = DEKRA-Newsletter 14-07-09

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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