Unzählige Sachen über mich (und meine Familie)
 

Etwas zur Astrologie: Mein Sternzeichen ist Wassermann, Aszendent Jungfrau. Nach Chinesischem Horoskop bin ich in einem Jahr des Hundes geboren.
Ich mag Magie/Esoterik und den ganzen Klimbim, auch wenn ich mich nicht wirklich damit auskenne... ;-)

Mein Geburtstag, der 9. Februar 1970, war ein Rosenmontag. Ich wollte aber irgendwie nicht so recht raus, also musste man mich mit Kaiserschnitt holen. Meine Eltern haben mir erzählt, dass der zuständige Arzt schon für eine Fasnachtsfeier kostümiert gewesen wäre, als er wegen mir zurückgepfiffen wurde... Meinem Vater hat eine Schwester damit Angst gemacht, dass sie ihm erzählte, dass es vielleicht Zwillinge wären. Mehr von meiner Sorte wären wohl auch schwer zu ertragen!

Ich habe ein nicht zu übersehendes Muttermal an der Innenseite meines linken Unterschenkels. Dazu noch hie und da kleine Tupfen. Ich nenne das meine 'Leopardenflecken'... ;-)
Ansonsten ist meine Haut ziemlich bleich und da ich schnell einen Sonnenbrand bekomme und sowieso leicht schwitze, halte ich mich lieber im Schatten auf.

Ich habe ein relativ markantes Profil mit langer Nase und Hexenkinn und war deshalb noch nie besonders hübsch und niedlich, schon gar nicht nach den gängigen Schönheitsidealen - doch inzwischen bin ich mit mir durchaus zufrieden und ich würde mir auch nie was operieren lassen oder so.
Auf der Beerdigung meiner Grossmutter mütterlicherseits - da war ich auch noch jung - habe ich mal irgendeine Cousine von mir gesehen, die hatte das gleiche Profil! Nur hatte die dazu dunkle Haare und dunkle Augen...

Meine Mutter Katharina (6.6.1933) war sehr glücklich darüber, dass ich ein Mädchen war, denn sie hatte ja schon zwei Söhne aus erster Ehe: Ernst (17.9.1954) und Paul (28.12.1955). Mein Vater Kurt (30.4.1934) dagegen hat nur Töchter: aus erster Ehe noch Jutta (deren Geburtsdatum ich nicht weiss, weil's mich nicht interessiert, sorry, denn sie ist schliesslich nicht bei uns aufgewachsen und gehört deshalb nicht zu meiner Familie, sondern nur zur Verwandtschaft) und mich.

Katharina war verwitwet und Kurt geschieden, als sich meine Eltern in Säckingen - also gewissermassen an der Schweizer Grenze - in einem Café kennenlernten... sie verabredeten sich noch für den gleichen Abend zu irgendeinem Fest.

Katharina war katholisch (stammte aus einem Bauerndorf in Bayern), Kurt reformiert (stammte aus einer Stadt in Wuppertal) - und der alte katholische Pfarrer in unserer Gemeinde hier soll ihr doch damals glatt gesagt haben, sie solle nur beten, dass Väterchen's Ex-Frau bald das Zeitliche segnet, damit auch alles seine Ordnung habe, denn damals war es wohl noch ziemlich heavy für eine Katholikin, einen geschiedenen reformierten Mann zu heiraten.

Katharina kam damals nach dem Krieg schon ziemlich jung in die Schweiz und traf dort dann auch ihren ersten Mann, den sie dann wohl irgendwie heiraten *musste*, weil da schon Ernst unterwegs war... Und das war wohl ein ziemlich gutaussehender Typ und hatte ziemliche Ähnlichkeit mit dem Schauspieler Michael Paré - denn als Mutschka den in einem Film gesehen hat, war sie ganz elektrisiert und hat gleich gesagt, der würde *ihm* aber ähnlich sehen!

Da der Mann einen tödlichen Arbeitsunfall hatte (beim Bau eines Kraftwerks), wurde Katharina schon Witwe, noch bevor Paul geboren wurde.

Damals war's mit dem Erbrecht hier auch noch nicht so dolle und so ging Katharina dann schliesslich vom Hof der Schwiegereltern weg und hat sich anderswo Arbeit gesucht, war auch noch eine Weile in der Innerschweiz. Eine Weile hatte sie auch zusammen mit ihrer Schwester und deren Mann in Baselland ein Haus, doch dann haben sie sich über die Heizung gestritten und sie ist da ausgezogen und kaufte sich dann schliesslich in Stein ein Haus, wofür sie natürlich all ihre Ersparnisse und auch die Erbschaft ihrer Buben zusammenkratzen musste.
In diesem kleinen Haus waren dann mindestens zwei Zimmer vermietet (es wurde zu der Zeit am Rheinkraftwerk gebaut und deshalb wohnten dort wohl Ingenieure oder sowas) und sie kochte auch für die und der halbe Garten war sowieso mit Gemüse und sowas bepflanzt.

Ich habe ihr dieses Haus dann 1993 abgekauft - doch dank Wohnrecht für meine Eltern lebten wir da dann auch weiterhin zu dritt unter einem Dach. Ich bin also nie aus meinem Elternhaus ausgezogen - ist wohl auch besser so, da alles vom Keller bis zum Estrich mit meinem Kram voll ist, dass könnte ich ja niemals alles zügeln...

Für damalige Verhältnisse war die junge Witwe mit den kleinen Buben noch ein ziemlich heisser Feger und anscheinend hatte so manche Frau Angst, ihr Ehemann könnte den Reizen dieser tüchtigen Frau womöglich noch verfallen... *lol*

Kurt hatte so gut wie nichts, als er irgendwann nach seiner Scheidung in Säckingen in dem dortigen Textilbetrib anfing. Aber dann lernte er ja Katharina kennen.

Allerdings gab's wohl auch ein paar Querelen mit neidischen Nachbarn, die diese Deutsch-Schweizer Romanze wohl nicht so mochten, doch da kenne ich nur Gerüchte darüber...
Jedenfalls heirateten dann eben Katharina und Kurt trotzdem und er zog bei ihr ein und wohnte fortan in der Schweiz, arbeitete aber noch jahrelang auf der anderen Seite des Rheins im Deutschen. Erst als diese Firma dann pleite machte, arbeitete er dann später in der Schweiz... in Zürich.

Jahrelang mussten wir früh aufstehen, damit Väterchen dann mit dem Auto Richtung Zürich und ich mit dem Zug Richtung Basel fahren konnten. Selbst in den Ferien bin ich dann zuweilen zur der Zeit aufgewacht, wenn für gewöhnlich mein Wecker geklingelt hätte.
Und die ständige Umstellerei Sommerzeit/Winterzeit und so bringt meine innere Uhr immer ständig durcheinander.

Ich bin katholisch getauft worden. Doch die alte Kirche, in der das geschah, ist wenige Jahre danach abgerissen worden (um eine Autogarage dort hinzuklotzen) und dafür hat Stein dann ein 'moderne' Kirche bekommen, die *orange* angestrichen worden ist - aus Protest darüber hat einer in der Nachbarschaft dann dafür sein Haus *lila* angemalt.

Da meine Brüder ja viel älter waren als ich und schon fast aus dem Haus waren, hab ich die teilweise kaum noch gekannt, als ich klein war. Einmal hat mich einer meiner Brüder (ich weiss aber nicht mehr welcher) auf seinem Motorrad hinten mitfahren lassen - und meine Mutter hat vor Schreck fast einen Tobsuchtsanfall gekriegt, sie war oft ziemlich überbesorgt.

Andererseits habe ich immer schön im Garten spielen können und bin da auch auf die Bäume geklettert, die wir da noch hatten. Ich hab auch viel gebastelt. Als mal meine Grosseltern väterlicherseits zu Besuch waren und ich gerade einen Scherenschnitt gemacht habe, wäre meine Oma fast vor Schreck in Ohnmacht gefallen: Ja darf das kleine Kind denn mit so einer grossen Schere spielen?!

Eben jene Oma hat mir aber auch meine erste Barbie geschenkt. Es ist im Laufe der Zeit eine ganze Sammlung draus geworden... Allerdings war ich noch nie so wild auf das ganze Barbie-Zubehör, ich hab lieber selber was geschneidert und habe meine Barbies in Indianer bzw. wilde Amazonen verwandelt. Da ja die Barbies damals fast nur blond waren, habe ich mir eben eine Geschichte um einen ganz speziellen Indianerstamm zusammengesponnen... - daraus ist dann später wohl in meiner 'Amayra-Variante' die Sage von Jonday-Jeha, Shannan d'Or und den ganzen Thyuda-Schlangen entstanden! ;-)

Oh ja, ich habe schon früh viel gelesen und auch angefangen, meine Phantasien zu Papier zu bringen. Erst von Hand, dann habe ich von meinem Bruder mal eine elektrische Schreibmaschine geschenkt bekommen. Und später dann natürlich mit dem Computer - erst noch mit Symphony, dann AmiPro, jetzt in Word. Als Kind nannte ich die Geheime Welt *jenseits der Spiegel* noch Palas... - daraus hat sich dann im Laufe der Zeit Arragon Amayra entwickelt.

Als ich noch klein war, da war ich auch noch auf kindlich-naive Art religiös und habe beispielsweise in einem Restaurant immer geschaut, ob auch irgendwo ein Jesus-Kreuz an der Wand hängt und all sowas. Als ich dann in der Schule Religionsunterricht hatte, ist mir das ganze immer mehr suspekt geworden. Und es ist ja nicht so, dass ich Priesterin hätte werden wollen, doch dass ich es in der Katholischen Kirche auf keinen Fall werden konnte, hat mich immer mehr zu nerven begonnen. Freiwillig bin ich auch nie in die Kirche gegangen. Und ich war genau zwei Mal im Leben bei der Beichte... nämlich vor der Erstkommunion und vor der Firmung, als es jeweils obligatorisch war.
Mit zwanzig bin ich aus der Kirche ausgetreten.

Auch das 'Patriarchale System' an sich - nicht nur in der Kirche - hat mich immer mehr genervt, je älter ich geworden bin... auch wenn ich es damals noch nicht so genannt habe! *diabolisch-lächel*
Es war mir beispielsweise unverständlich, warum meine Brüder und ich andere Namen haben, obwohl wir doch die gleiche Mutter haben; denn schon damals hätte ich es viel logischer gefunden, wenn Kinder nach der Mutter benannt würden.

Alle Verwandten waren - glücklicherweise - immer ziemlich weit weg. Die nächste Verwandtschaft war eben die Tante in Baselland, doch ansonsten war Väterchen's Verwandtschaft (Kurt hat nur eine Schwester) immer weit weg im Norden und Mutschka's Verwandtschaft (Bei Katharina waren sie daheim 13 Geschwister!) entweder in Bayern oder sonstwo über die ganze Welt verstreut... ich habe sogar eine Tante in Australien - und von diesem Zweig der Familie sind wir eben 2002 jetzt mal besucht worden! ;-)

Ich hab's schon als Kind gehasst, wenn ich von irgendwelchen Omas oder sonstigen Verwandten, die ich praktisch noch nie zuvor gesehen habe, irgendwie abgeknuddelt worden bin.
Auch heute lasse ich mich nur ungern von irgendwelchen Leuten abschmatzen. In der Schweiz sind zwar je nach Gelegenheit drei Begrüssungs- bzw. Abschiedsküsschen auf die Wangen durchaus üblich, doch bei irgendwelchen Bürokollegen habe ich das immer möglichst vermieden, weil ich eigentlich wirklich nur Familie und Freunde abschmatzen will und nicht Hinz und Kunz, nur weil's vielleicht irgendwas zu gratulieren gibt.

Kurt ist musikalisch und kann Klavier spielen - er war/ist auch schon Dirigent von irgendwelchen Männerchören, Kirchenchören und jetzt auch noch von einem kleinen 'Vokalensemble' *ggg* - und deshalb habe ich natürlich auch schon als Kind auf dem Klavier bei uns rumgeklimpert.

In der Schule habe ich jedoch erst mal Blockflöte gelernt - deshalb kann ich auch nur wirklich die Noten einer Oktave richtig gut, alle anderen Töne muss ich immer abzählen, ganz besonders beim Bassschlüssel.

Väterchen wollte mir also auch Klavierspielen nach Noten beibringen. Ein Stück konnten wir sogar vierhändig... doch ich wollte das Klavier schon lieber für mich alleine, um mich auszutoben. Nach dem Stück mit dem bezeichnenden Namen 'Indianerkriegstanz' habe ich eigentlich nur noch improvisiert und freihändig gespielt.

Trotzdem war *ich* dann diejenige, die während der Abschlussfeier der Primarschule 'Hava Nagila' auf dem Flügel begleitet hat, was die beiden Jungs mit Klavierstunden mangels Rhythmusgefühl nicht hinbekommen haben! Ha! Ich hab nämlich heimlich daheim geübt, weil ich das ein hübsches Lied gefunden habe. Und es ist auch nur dazu gekommen, weil am Morgen bei der Generalprobe ausnahmsweise der Flügel auf meiner Seite stand, da hab ich mich einfach hingesetzt und losgespielt und der Lehrer hat nicht schlecht gestaunt... *ggg* Und so habe ich dann am Nachmittag gespielt und meine Mutter war natürlich stolz wie Oskar... *ggg*

Das war mein letzter Auftritt im Steiner Saalbau. Die Jahre zuvor war ich auch schon mit der Schule auf der Bühne. Im Kindergarten ging ich noch ins Ballett (weil das gut für meine Haltung wäre *ggg*) und hüpfte einmal als gelber Schmetterling und einmal als Reiterin mit Steckenpferd über die Bühne. Dann auch mindestens einmal mit der Blockflöte... und mit der normalen Schulklasse haben wir eben auch jedes jahr irgendwas gemacht.

Apropos Kindergarten... ich ging vor der Schule ein Jahr lang in einen Katholischen Kindergarten und wir wurden da von einer leibhaftigen Nonne mit Tracht beaufsichtigt. Einmal sollten wir dann am Nachmittag Lauf rechen, doch mir hat's gestunken und deshalb habe ich mit einer Kollegin verabredet, dass wir schwänzen würden; doch die treulose Tomate hat sich natürlich nicht getraut. Ich dagegen habe daheim ganz cool erzählt, dass wir am Nachmittag frei hätten. Leider ist dann jedoch meine Mutter auf die gloriose Idee gekommen, bei der Gelegenheit mit mir zum Coiffeur zu gehen... *grmpf* Tja, und leider führt der Weg natürlich direkt am Kindergarten vorbei... wo die anderen Kinder dann mehr oder weniger alle am Laub rechen waren... Peinlich! Und so habe ich dann schliesslich erst zum Coiffeur müssen und danach hat mich meine Mutter beim Kindergarten abgeladen, was mir natürlich ziemlich gestunken hat.
Und die Moral von der Geschicht': In der Schule habe ich natürlich niemandem mehr erzählt, wenn ich mal vorhatte zu schwänzen oder sowas in der Art... *ggg*

Übrigens: Als Kind hatte ich immer so einen 'Rundschnitt' mit Ponifransen und allem drum und dran. Meine Haare waren noch heller als heute und dunkelten von hellblond zu so einem komischen aschblond ab, das ich ziemlich gehasst habe. Und dazu so wischiwaschiblaugraue Augen. Bäääh... Ich wollte dunkles langes Haar und dunkle Augen, so wie die Indianer!

Heute ist mein Haar mehr oder weniger goldig dunkelblond und ich nenne meine Augenfarbe gewitterblau. Seit der Bezirksschule - als ich rumtobte, dass ich niiiie wieder zum Coiffeur gehen würde, weil der mir zuviel abgeschnitt, weil nämlich meine Mutter vermutlich heimlich Zeichen gab, er sollte ruhig etwas mehr als nur die Spitzen schneiden -  war ich nicht mehr beim Coiffeur (ausser viel später dann drei Mal für Dauerwellen) sondern schneide mir nun die Haare selber und zwar kopfüber, was im Idealfall eine schöne Löwenmähne ergibt.

Im Kindergarten hatte ich übrigens auch einen Schatz... oder auch zwei, ich weiss nicht mehr so genau. So dolle kann's aber nicht gewesen sein, denn ich bin zum Schluss gekommen, dass Jungs blöd sind - und dass ich sicher nie heiraten würde!

Oh ja, in der Schule hab ich dann mal verkündet, dass ich keine Kinder will und auch nicht heiraten... doch dann hat's natürlich immer noch geheissen: 'Jaaa, wart nur ab, bis du dann mal den Richtigen findest, und blah blah blah...'
Aber ich bin immer dabei geblieben, dass ich lieber Single bleiben und mich nicht mit Festen Beziehungskisten rumärgern will... und Jahre später hat dann meine Mutter irgendwann mal gesagt: 'Ach, weisst du, irgendwie hast du ganz recht! Heutzutage würde ich auch nicht mehr heiraten...' ;-)

Schon als ich selbst noch ein Kind war, fand ich eigentlich andere Kinder ziemlich nervig, meistens jedenfalls... und deshalb habe ich es für gewöhnlich auch meist tunlichst vermieden, in meiner Freizeit auch noch mit irgendwelchen Schulkameraden rumzuhängen.

Klassenlager habe ich immer gehasst wie die Pest. Unterkünfte und Betten, die unbequem sind. Essen, das mir sowieso nicht schmeckt. Klassenkameraden, die nerven... keine Privatsphäre! Grusel!

Es hat mir selten was ausgemacht, Einzelgänger zu sein, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Kindern habe ich es immer gemocht, alleine zu spielen... auch später hatte ich eigentlich immer Hobbys, wo ich keine weitere Gesellschaft gebraucht habe. Deshalb bin ich auch hundsmiserabel in irgendwelchen Gesellschaftsspielen und kann noch nicht mal Monopoly. Daheim haben wir manchmal 'Mensch ärgre dich nicht' gespielt aber das war dann auch schon so ziemlich alles. Jassen oder sowas kann ich also alles nicht.

Ich war und bin also eigentlich viel allein, ohne dass ich mich dabei jedoch einsam fühlen würde. Es wäre der reinste Horror für mich, in einer WG zu wohnen oder sowas in der Art, wo immer was los ist und ich selten meine Ruhe hätte. Deshalb habe ich es mir auch noch niemals vorstellen können, mit jemandem zusammenzuziehen und eine Wohnung oder gar regelmässig das Bett zu teilen.

Mir graust's auch bei grossen Menschenmassen oder wenn Geschäfte voll sind oder wenn mir auch sonst jemand zu nahe kommt, denn ich brauche viel persönlichen Freiraum, Ruhe und Zeit für mich alleine... wenn das aus irgendwelchen Gründen mal anders ist, kann ich ziemlich grantig werden und ich entwickle gegenüber anderen Menschen, die mir so auf die Pelle rücken - auch wenn ich die eigentlich mag - fast schon Mordgedanken, weil ich einfach wieder meine Ruhe haben will.

Deshalb muss ich mich auch bei irgendwelchen Familienfesten oder so zwischendurch mal abseilen... oder ich sitze beispielsweise auf einem Fest dann einfach nur noch still und leise rum und träume was ganz anderes vor mich hin.

Mein 'Freiheitsdrang' geht soweit, dass mir - davon abgesehen, dass ich ja eben sowieso keine Kinder und auch nie heiraten will - Feste Beziehungskisten ein Graus sind und ich wohl fast so eine Art Beziehungs-Phobie habe. Deshalb bevorzuge ich für mich auch den Ausdruck 'Freundschaftliche Affairen'...

Früher habe ich noch viel gezeichnet... später habe ich auch meine Schulbücher mit irgendwelchem Zeug vollgekritzelt. Augen. Malgarische Katzen-Augen mit einem Schlitz statt runder Pupille... ;-)

Zwar habe ich auch als Kind schon gern gebastelt - doch in der Schule habe ich Handarbeit gehasst, zumal ich es auch überhaupt nicht eingesehen habe, warum nur Mädchen in die Handarbeit mussten, während für die Jungs das 'Werken' freiwillig war. Dabei hätte ich wohl viel lieber Werken gehabt als irgendwelches Zeugs zu nähen. Meine Mutter hat immer viel selber genäht, doch ich selbst bin mit der Nähmaschine (leider) meistens auf Kriegsfuss gestanden.

Um in der Bez nach einem Jahr den nutzlosen vier Stunden Handarbeit zu entgehen, habe ich stattdessen lieber sechs Stunden Latein gewählt... allerdings habe ich Latein irgendwie wirklich gemocht. Carpe diem!

Bis in die Primarschulzeit hinein trug ich meistens Röcke, die eben von meiner Mutter selbst genäht wurden. Dann bekam ich endlich mal richtige Jeans und trug fortan meist nur noch Hosen.

Damals in der Schulzeit war ich ja noch relativ rank und schlank, doch damals hab ich auch schon immer weite Sachen getragen, so dass von meiner Figur nicht viel zu sehen war... und heutzutage zeige ich meine Figur sowieso nur noch selten... *lol*

In der Bez bin ich jahrelang mit einem Pferdeschwanz rumgelaufen - ganz besonders nachdem ich ja beschloss, niiie wieder zum Coiffeur zu gehen... ;-)
Zu Gymi-Zeiten habe ich dann eine Weile so eine Art Stirnband getragen - allerdings nicht über die Haare, sondern hinten im Nacken, wenn ihr versteht, was ich meine.

In der Primar hat's immer geheissen: Ja, wartet nur, wenn ihr erst in die Bez kommt, dann wird's wild! In der Bez hat's geheissen: Ja, wartet nur, wenn ihr erst ins Gymi kommt, dann wird's erst richtig wild! Pustekuchen... in der zusammengewürfelten Gymi-Klasse, in der ich gelandet bin, war im Vergleich zu der wilden Bez-Klasse, wo ich vorher war, in Punkto 'Klassenfeten' etc. direkt tote Hose. Nicht, dass mich das gross gestört hätte, da ich ja eh kein Feschtjoggel bin... ich fand's nur irgendwie lustig!

In Biologie haben wir mal unsere Blutgruppe bestimmt und da es ja nur ein Pieks in den Finger war, hab ich mitgemacht. Ich war die einzige in unserer Gymi-Klasse mit der Blutgruppe AB.

Es war sinnvollerweise auch ausgerechnet im letzten Gymi-Jahr, als es noch Prüfungen noch und nöcher gab, als ich Windpocken bekam; ich vermute, dass mich irgendsoein Knilch aus dem Tiffany-Kurs angesteckt hat, denn später hat man mir erzählt, der hätte das ebenfalls gehabt. Da sich aber Windpocken ja buchstäblich über die Luft verbreiten, bin ich mir da natürlich nicht 100% sicher.

Kurz darauf wurden mir dann auch noch die Mandeln rausgenommen. Eine Weile schmeckte deshalb Schokolade nach überhaupt nichts. Nach einer Woche oder so, kam mein Geschmackssinn wieder... und damit auch mein Appetit auf Süsses.

Irgendwie traue ich Ärzten nicht... und ich gehe nur hin, wenn's unbedingt sein muss. Meine Arztbesuche kann ich wirklich an meinen Fingern abzählen. Dafür bin ich um so öfter beim Zahnarzt... wobei sich das in den letzten Jahren auch etwas gelegt hat, denn seit ich nun schon einige Jacketkronen habe, gibt's dafür weniger normale Löcher, die man flicken müsste.

Das allererste Röntgenbild, das je bei mir gemacht wurde, war beim Zahnarzt und was kam dabei heraus? Ich hatte zwischen meinen oberen Schneidezähnen im Kiefer noch einen Zwischenzahn, den man dann schliesslich im Spital rausoperieren musste.
Die wollten mir dafür eine Vollnarkose geben, doch davor hatte ich Panik, also haben sie mir einfach nur den ganzen Mund betäubt. War irgendwie ganz witzig... so im nachhinein.

Als Kind hatte ich Mumps und die Masern, eine Mittelohrentzündung (vielleicht bin ich deswegen schwerhörig?) - und ständig irgendwelche Erkältungen, obwohl (oder vielleicht gerade weil) meine Mutter mich ständig immer so warm angezog, weil sie selber immer leicht gefroren hat.

Ich war noch relativ jung (vielleicht Bez oder sogar noch Primar-Zeit, keine Ahnung) und weiss auch nicht mehr, warum ich eigentlich beim Doktor war, ich dachte eigentlich wegen der Mandeln. Jedenfalls musste ich mich auf die Liege legen und da drückt mir der olle Hausarzt so richtig unter die Rippen und fragt dann scheinheilig, ob das weh täte. Tja, dann hätte ich es wohl auf der Leber... *grmpf* So ein Unsinn!

Mit 18 bekam ich eben überall ganz plötzlich mal rote Flecken und es juckte wie wild, also raffte ich mich schweren Herzens auf und ging zum Doktor, denn es könnte ja ne Allergie oder sonstwas sein, ich dachte sogar schon an die Röteln, obwohl ich gegen die ja mal in der Schule geimpft wurde. Ich also dann beim jungen Doktor (dem Sohn vom ollen Hausarzt), zog mir den Pulli aus und stand nur noch im extra angezogenen BH da, damit er die ganzen Flecken sehen konnte, und fragte ihn, was das wohl sein könnte...
... und der machte ein entsetztes Gesicht, als hätte ich die Pest! Und sagte dann, ich sollte bitte warten... und dann schleppte er seinen Papa an! Und der olle Hausarzt dann ganz cool: "Jo jo, das sind die Wilde Blootere!" (Ja ja, das sind die Windpocken!)

Weil meine Mandeln irgendwie ganz löchrig waren (irgendwie hat sich dazwischen dann manchmal Eiter oder sonstwas festgesetzt, den ich mir manchmal mit den langen Fingernägeln selbst rausgeholt habe, wenn's mich plagte, das war wirklich eklig! *ggg*), wurden die also rausoperiert, kurz nachdem ich die Windpocken glücklich überstanden hatte.
Weil ich etwas Angst vor der Narkose hatte (Ich habe Angst vor Spritzen!), wollten sie mir eine BeruhigungsSPRITZE geben. Ha ha ha. Okay, sie sind dann mit einer Tablette gekommen, aber die hat natürlich gar nichts genutzt. Ich wurde also runter gekarrt und dann hat mir einer für die Infusion schon mal den Arm abgebunden... und ist dann raus in den Gang, um mit jemandem ein Schwätzchen zu halten! Nach einer Weile hab ich mich dann bei so einem anderen Typen, der da rumstand, beschwert, dass mein Arm jetzt langsam absterben würde, und nachdem der dann erst noch den grossen Schwätzer fragte, wurde das Gummiband gelockert und es floss wieder Blut in meine Fingerspitzen; am liebsten wäre ich da einfach davongelaufen!
Irgendwann bin ich dann aus der Narkose aufgewacht und ich wurde später wieder in mein Zimmer gekarrt... und genau vor meiner Türe hat dann meine 'Reisekrankheit' doch noch zugeschlagen und ich musste kotzen. Und die Schwester sagte, ich dürfte mir wegen der Mandeln noch nicht mal den Mund ausspülen! *grmpf* Kaum war die Schwester weg, hab ich natürlich trotzdem gespült und offenbar hat es mir nicht sonderlich geschadet...
Am Tag nach der Operation sass ich dann also mit übereinandergeschlagenen Beinen beim Essen (Meine Güte, ich dachte immer, nach sowas gibt's viel Glacé, aber Pustekuchen, die haben mir allen Ernstes ein krümeliges Gipfeli gebracht!), als der Arzt reinkam und sein Blick auf mein Muttermal am Bein fiel. Da schlug er die Hände zusammen, als wäre das ein Teufelsmal und jammerte, dass man *das* doch auch gleich hätte erledigen können, wenn ich schon mal in Narkose war... *grmpf* Besten Dank auch, aber ich hab mich an meinen Fleck gewöhnt, den lass ich mir doch nicht einfach wegoperieren lassen!

Seit der Bez bekam ich genug Taschengeld, dass ich mir damit mein Zug-Abonnement nach Rheinfelden und später nach Basel selber bezahlen konnte/musste... jedenfalls bekam ich mehr Taschengeld, als ich ausgab, weshalb ich unter meinen KlassenkameradInnen gelegentlich den Ruf einer 'Bank' hatte, bei der man sich mal was leihen konnte.

Erst in der Bez habe ich mir die Ohren durchstechen lassen - zusammen mit meiner Mutter, die bis dahin auch noch nie Ohrringe trug. Schon kurze Zeit darauf habe ich mal wieder die Kochschule geschwänzt und mir dafür bei unserem Juwelier noch ein zweites Paar stechen lassen. Innert kürzester Zeit hatte ich eine ansehnliche Sammlung von Ohrringen - zumeist billiger Modeschmuck, soweit es da was nach meinem Geschmack gab. Später dann natürlich auch noch bessere Stücke. Jahrelang bin ich nie ohne Ohrringe aus dem Haus gegangen. Doch vor ein paar Jahren hat sich das dann irgendwie etwas gelegt oder so, jedenfalls ziehe ich heute seltener Ohrringe an oder überhaupt irgendwelchen Schmuck.

Ich habe mehr Silber als Gold... darunter auch so viele Silber-Ringe, dass ich bestimmt an jedem Finger zwei oder drei tragen könnte, wenn ich wollte. Als Motiv gerne Schlangen, Skorpione und andere Raubtiere... ja, ich steh ein Bisschen auf so Zeugs! Bei meinen dicksten Klunkern für die Ohren - ausnahmsweise vergoldet mit Zirkonen - handelt es sich dementsprechend um Leopardenköpfe. Das teuerste Stück meiner persönlichen Schmuck-Sammlung ist eine Halskette mit Gelbgold, Rotgold und Weissgold in so eine Art Fischgrätenmuster, gekauft in Istrien. Und dann habe ich natürlich noch den Schmuck meiner Mutter geerbt.

Nach einem Jahr Kindergarten und fünf Jahren Primarschule in Stein, vier Jahren Bezirksschule in Rheinfelden, drei Jahren Gymnasium bis zur Matura und dann noch einem Jahr Direktions-Assistentinnen-Kurs an einer Handelsschule in Basel... habe ich dann in Basel mit zarten zwanzig Jahren bei einer Treuhand angefangen, wo ich dann fast zwölf Jahre geblieben bin. Steuern. Aber man lernt nie aus und so habe ich irgendwann auch noch einen berufsbegleitenden Treuhänder-Kurs gemacht; so ein Kurs, bei dem man an den Abschlussprüfungen prinzipiell die Hälfte durchfallen lässt...
Ich war ja schon in der Schule nie wirklich 'fleissig' und hab mir auch für diesen Kurs kein Bein ausgerissen, sondern bekam schon fast ein schlechtes Gewissen, weil die anderen immer jammerten, wieviel sie ständig lernen würden in irgendwelchen Lerngruppen, wo sie alte Prüfungen lösen würden und blablabla... (Ratet mal, ich war natürlich in keiner Lerngruppe!) Aus unserer Steuerabteilung war ich diesmal die einzige - doch zuvor hat eine ganze Männerhorde auch den Treuhänder gemacht, wobei die beim 1. Anlauf alle durchgeflogen sind und es erst beim 2. Anlauf geschafft haben. Tja, was soll ich sagen: Ich hab's irgendwie geschafft. Knapp aber immerhin auf Anhieb. Und ich wusste schon ganz genau, was ich zur Diplomfeier 1996 anziehen würde, weil ich das schon Monate vorher zurechtgelegt habe, falls ich's schaffe. Ein Kleid aus roter Seide (Jawohl, wo ich sonst immer in Hosen rumlaufe! War wie so eine Art Deal mit den Göttern: Wenn ich's schaffe, ziehe ich ein rotes Kleid an! *ggg*), Schuhe mit relativ hohen Absätzen und eine neue elegante Jacke aus schwarzem Wildleder - und natürlich die teure goldene Halskette!

Ich hab's gern bequem. Was Kleider und Schuhe anbelangt... darum laufe ich auch nie mit hohen Absätzen rum. Fast nie. Die einzigen hohen Absätze, in denen ich jemals ein längeres Stück gelaufen bin, sind eben jene schwarzen Riemchen-Schuhe, die ich zur Diplomfeier angehabt habe - und die ich seitdem kaum je wieder angezogen habe, ebenso wie das rote Kleid...

Ein Grossteil meiner Garderobe ist schwarz. Ich gäbe eine wundervolle Schwarze Witwe ab...
... aber das ist für mich noch lange kein Grund, überhaupt erst zu heiraten! *diabolisch-lächel* Es sei denn, ich würde dann ein Vermögen erben... *überleg* Näää, doch lieber nicht!

Jahrelang bin ich meist in schwarzen Leggings, schwarzem T-Shirt und einer bunten Seidenbluse drüber rumgelaufen. Ich habe heute noch den halben Schrank voller Seidenhemden. Und zwar handelt es sich dabei zum grössten Teil um Herrenhemden: denn erstens haben die echte Taschen und nicht nur so sinnlose Fakes und zweitens sind die billiger als Damenblusen und drittens so schön gross und weit, wie ich es gerne mag.

Die meisten BHs, die ich im Laufe der Zeit ausprobierte, entpuppten sich meist eher früher als später als unbequem und kneifig - und diese Dinger mit Bügel drin kann ich schon gar nicht haben - so dass ich allermeistens ohne rumlaufe. Zum Glück geht's auch so, wenigstens ein Vorteil, wenn man keine Riesenmöpse hat, die mit Miederwaren gebändigt werden müssten... *ggg*

Ich habe Nagellack, Lidschatten, Lippenstifte und anderes Schminkzeugs in allen Farben... doch ich lege effektiv nur äusserst selten 'Kriegsbemalung' auf.

Es hat mich schon als Kind genervt, wenn man mir *es* gesagt hat, nicht nur weil es *das* Mädchen heisst, sondern weil man im Schweizerdeutschen wirklich sagen kann *das Barbara*, wenn eben von einem Mädchen die Rede ist. Und ich hab das gehasst! Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich irgendwie mit meiner Mutter in einem Schuhgeschäft oder sonstwo war und die Verkäuferin wohl meine Mutter irgendwas gefragt von wegen 'was *es* denn für eine Grösse habe'... da bin ich fuchsteufelswild geworden und hab gebrüllt: Verdammt nochmal, ich bin eine SIE und kein ES!

Jahrelang habe ich allein an der Anschrift erkennen können, ob ein Brief meiner Banken für mich aus Basel kam oder aus dem Aargau. In Basel ist allgemein das "Frau" eingeführt worden, während die NAB mich noch lange mit Fräulein B. angeschrieben hat.
Damals bin ich in Basel mal einem Kunden als Frau B. vorgestellt worden - da dachte der gleich, ich wäre schon verheiratet und meinte noch, ich wäre doch noch sooo jung! *ggg* War ganz witzig, obwohl ich eigentlich nicht so recht wusste, über was ich mich eigentlich mehr ärgern sollte: Dass mich jemand für verheiratet hält? Igitt! Oder dass einer mich unbedingt weiterhin als ein Fräulein anreden wollte... *grmpf*

Bei der erwähnten Treuhänder-Diplomfeier ist auch was drolliges passiert, wo ich nicht so recht wusste, soll ich nun lachen oder mich ärgern, so dass ich beides gemacht habe... *fg*
Für das Nobel-Abendessen vom Geschäft aus durfte man seine(n) Partner(in) mitbringen, doch ich als Single war natürlich alleine da. Und da stand ich also so neben einem Kollegen, der ebenfalls alleine da war, als ein uns unbekannter Chef auf Gratulationstour sich an uns ranpirschte. Der Kollege stellte sich dann gleich zackig als Herr L. vor - und der Chef sah mich an und fragte: "Und Sie sind Frau L.?" - Ha, soweit käm's noch! "Nein, Frau B.!" - Nun dachte der gute Mann aber immer noch, dass wir ein Pärchen wären und fragte weiter: "Und wem von Ihnen beiden darf ich gratulieren?" - "Und beiden!" Boah...
Eine Kollegin, die ebenfalls eine (andere) Prüfung bestanden hatte, kreuzte übrigens an diesem Anlass mit ihrem Freund auf. Und natürlich wurde von irgendjemandem dann schnurstracks ihrem Freund gratuliert...
Und habe ich eigentlich auch schon erwähnt, dass es mich tierisch genervt hat, wenn mich irgendjemand für ne Sekretärin gehalten hat? Nichts gegen Sekretärinnen, aber warum nehmen irgendwelche Leute automatisch an, wenn eine Frau ans Telefon geht, müsse es sich dabei wohl ums Sekretariat handeln?!

Ich bin schwerhörig. Vielleicht liegt's an der Mittelohrentzündung als Kind, vielleicht ist es auch erblich bedingt (mein Vater ist auch schwerhörig), keine Ahnung. War jedenfalls mal megapeinlich in der Schule (Bez), als ich mal was nicht wusste und mir was zugeflüstert wurde... ich hab's nicht verstanden; der Lehrer schon... *grmpf*

Wohl auch wegen meiner Schwerhörigkeit mag ich nicht so gerne telefonieren, besonders wenn ich jemanden in der Leitung habe, der leise vor sich hin nuschelt und ich dann ständig "Wie bitte?" bzw. "Hä?!" machen muss...
Es war mir immer völlig unbegreiflich, wie Leute stundenlang telefonieren können... bis mich mal eine Chatbekanntschaft angerufen hat und stundenlang geplaudert hat! ;-)

Ich hab ein Gedächtnis wie ein Sieb. Besonders was Personen, Namen, Telefonnummern oder sonstige nützliche Sachen anbelangt. Es hat ein halbes Jahr gedauert, bis ich in meinem ersten Job die Namen meiner Kollegen wusste und dabei hatte die Steuerabteilung damals nur dreissig Nasen... und in der Schule damals war's auch nicht wirklich besser.

Was Essen und Trinken angeht, bin ich ziemlich heikel. Nicht dass ich einen so exquisiten teuren Geschmack hätte, nein, aber ich mag vieles nicht, weshalb es bei mir auf dem Teller oft wie auf einem Schlachtfeld aussieht, wenn ich ausnahmsweise mal in ein Restaurant gehe, weil ich dann einfach seziere... und es ist mir scheissegal, ob irgendwelche Leute beispielsweise blöd gucken, wenn ich eine Pizza massakriere.

Wenn mir was nicht schmeckt, dann esse ich das nicht, ob es sich dabei um Kaviar oder Kartoffeln handelt, da hilft auch kein gutes Zureden. Auch Alkohol, Kaffee, Tee und Cola schmeckt mir nicht... ist manchmal nicht einfach.

Schokolade schmeckt mir dafür um so mehr... allerdings esse ich auch nicht wahllos alle Süssigkeiten!

Rauchen mag ich auch nicht, deshalb wird in meinem Haus auch nicht geraucht und selbst mein Bruder Ernst muss zum qualmen vor die Türe gehen, da kenne ich keine Gnade!
Allerdings bin ich nicht allzu militant und wenn im Zug die Nichtraucher-Abteile überfüllt sind, setzte ich mich auch in ein Raucher-Abteil... doch ich hasse es, wenn ich dann nach verräuchterter Kneipe stinke.

Ich habe nicht nur mehr oder weniger empfindliche 'Mischhaut' sondern auch 'Mischhaar' mit schnell fettendem Ansatz, während die Spitzen dafür gerne trocken wie Stroh sind. Allerdings gönne ich meinen Haaren trotzdem nur selten eine Kurpackung oder sowas und sehe auch gar nicht ein, warum ich mir ständig irgendwelches Zeugs in die Haare schmieren oder sprayen sollte.

Meine Fingernägel sind ziemlich weich und biegsam und reissen schnell mal ein oder brechen ab. Trotzdem habe ich sie relativ lang, d.h. sie ragen für gewöhnlich so ein zwei Millimeter über die Fingerkuppe hinaus. Also sind sie lang genug, so dass ich damit auch noch schöne 'Kratzmassagen' geben kann, doch nicht so lang, dass sie beim tippen oder Klavierspielen stören würden, zumal ich da auch einen flachen Anschlag habe.

Ich hatte schon während der Bez mal einen Schreibmaschinenkurs und kann deshalb schon lange mit zehn Fingern tippen. Meine Unendlichen Geschichten (eben 'Arragon Amayra' etc.pp.) habe ich eben zuerst von Hand und dann später mit Schreibmaschine und noch später am Computer geschrieben, da war also der Kurs schon ganz nützlich... auch später in der Handelsschule.
Mein Rekord waren da 250 Anschläge pro Minute - allerdings hatte es da auch noch ziemlich viele Fehler. Darum liebe ich das Schreiben am Computer, da muss man nicht mit Tipp-Ex rumwürgen...

Ich habe schon als Kind auch viel gelesen, von den Drei Musketieren über Winnetou bis zu allen möglichen Krimis. Und ich mochte schon immer lieber SF, Fantasy und sonstige Abenteuergeschichten als irgendwelchen Liebesschnulzen.
Beim Fernsehen das gleiche... je mehr Aliens und Monster, desto besser! Zu meinen Lieblingsserien gehören Star Trek, Akte X, Buffy+Angel und viele andere mehr, hauptsächlich eben SF/Fantasy/Mystery...

Und ich sehe viel fern. Früher habe ich mit meiner Mutter immer noch Denver-Clan gesehen... doch seit ich dann in der Schulzeit endlich meinen eigenen Fernseher bekam, habe ich nie wieder Lindenstrasse oder ähnlichen Schmonzes gesehen.
Ich kann auch gleichzeitig die Glotze laufen haben und dabei - je nachdem wie interessant das Programm ist - auch noch im Bett surfen oder an meinen Geschichten oder sonstwas schreiben.
Früher habe ich auch die Schularbeiten vor der Glotze gemacht. Oder nebenbei noch irgendwas gebastelt.

Oh ja, ich bin wirklich ein richtiger Stubenhocker. Lesen+Schreiben, Musik hören oder selber machen, nach Lust und Laune auch noch Basteleien oder sowas... alles Sachen fürs Stille Kämmerlein, gewissermassen.
Allerdings gehe ich im Sommer auch mal in den Garten raus, um die Goldfische zu füttern oder sonstwas zu tun, ich hocke also nicht *nur* vor dem Fernseher und/oder dem Computer.

Meine Augen sind noch gut, danke der Nachfrage, und sie sind auch noch nicht viereckig! *ggg* ;-)

Ich liebe Tiere, käme jedoch nie auf die Idee, mal einen Pferdestall auszumisten oder sowas in der Art, obwohl ich als Kind gern ein Pferd gehabt hätte; meiner Meinung hätte man das doch gut in der Garage unterbringen können... *smile*
Raubkatzen haben es mir aber besonders angetan, darum liebe ich auch Leopardenmuster... und bezeichne mich selbst zuweilen als Leopardin... auch meinen Männern gebe ich Tiernamen... ;-)

Als Kind hatte ich mal zwei Meerschweinchen, die ich nach meinen Brüdern "Ernst" und "Paul" nannte; doch man hat sie im Garten laufen lassen und da wurden sie nicht mehr gesehen... *grummel*
Danach bekam ich ein Meerschweinchen namens "Mumi"... und während wir noch Mumi hatten, bekamen wir von Nachbars aus dem Wurf deren Katze einen jungen hübschen Kater geschenkt. Ich nannte ihn "Muschi", weil ich diesen Katzennamen mal irgendwo gelesen hatte und es so niedlich fand. Jaaa, heutzutage würde ich eine Katze oder gar einen Kater auch nicht mehr so nennen! *ggg* Jedenfalls kann ich mich noch gut erinnern, wie Muschi dem Mumi spielerisch einen Klaps gegeben hat und Mumi vor Angst mit den Zähnen klapperte. Mumi wurde vom Jagdhund eines anderen Nachbarn geschnappt... und als ich später von der 1. Klasse oder so nach Hause kam, wunderte ich mich, warum sich Muschi vor Schreck hinter einem Sessel versteckte.
Nach einem Jahr verschwand Muschi spurlos. Aber von der Nachbarskatze gab's einen neuen "Muschi"... sah genau so hübsch aus wie sein Bruder (Oberseite getigert, Unterseite weiss) - und verschwand dann ebenfalls nach einem Jahr spurlos. Und da Nachbarskatze inzwischen überfahren worden war, gab's keine Muschis mehr...
Danach haben wir uns einen Hund angeschafft: Einen hübschen rehbraunen Dackel. Langhaar. "Mingo" - Amingo von Waldjäger, wie er offiziell hiess. Der grösste 'Zwergdackel', den ich je gesehen habe. Acht Jahre war er bei uns, dann wurde er mal krank (vergiftet?), kam wieder etwas auf die Beine und regte sich dann buchstäblich tödlich darüber auf, dass er bei einer Jagd in der grössten Hitze eine Maus nicht erwischte. Klappte zusammen und starb. Wir haben ihn im Garten begraben und ich hab geheult wie ein Schlosshund.
Seitdem haben wir nur noch Goldfische in den kleinen Teichen, Frösche, Molche, Libellen und was sonst noch so im Garten kreucht und fleucht.

Ich habe Pflanzen im Zimmer und in meinem Keller, doch die müssen robust sein, denn ich giesse nur einmal die Woche... und manchmal vergesse ich das auch und so müssen die Pflänzchen manchmal auch zwei Wochen ohne Wasser auskommen. Aber dadurch, dass die das so gewohnt sind, kann ich die für ein zwei Wochen Ferien auch mal unbesorgt alleine lassen.

Obwohl ich eigentlich nicht irgendwas spezielles im eigentlichen Sinne mehr oder weniger ernst 'sammle', hat sich bei mir über die Jahre tonnenweise irgendwelcher Plunder angesammelt. Glaswaren, Bastelkram, Muscheln, Steine... alles mögliche eben. Und ich kann mich irgendwie von nichts trennen. Es ist schon eine Leistung, wenn ich mal meinen Papierkram ausmiste.

Habe ich schon erwähnt, dass ich furchtbar faul bin? Sprichwörtlich und buchstäblich.
Unsportlich bin ich auch.
Sport ist Mord! Ich sage immer: Der einzige Sport, den ich betreibe, ist auf den Zug zu rennen!

Im Zug habe ich schon die seltsamsten Bekanntschaften gemacht...
Und über die SBB könnte ich so manche Story erzählen.
Dennoch ist es mir lieber, wenn ich mich morgens dann in den Zug setzen und was lesen oder auch dösen kann, als wenn ich mich selbst hinters Steuer klemmen und nach Basel fahren müsste - davon abgesehen dass es da sowieso ein klitzekleines Parkplatzproblem gäbe.

Ich habe zwar mit 18 den Führerschein gemacht... aber isch 'abe gar kein Auto! Eben, wozu auch. Irgendwann 'erbe' ich dann wohl mal das Auto von meinem Vater, denn einen total auto-loser Haushalt möchte ich dann doch nicht führen.

Obwohl ich ja schon schwerhörig bin, halte ich es doch nicht in einer lauten Disko aus, zumal ich eh nicht wirklich tanzen kann. Und selbst wenn es leiser ist... ich mag kein Menschengewühl und bin auch sonst absolut kein Partylöwe - und da ich weder trinke noch rauche, fühle ich mich bei den meisten Festivitäten sowieso irgendwie fehl am Platz und weiss gar nicht, was ich da soll. Ich bin auch keine Type, die mit fremden Menschen schnell ins Gespräch kommt...
... oh ja, im realen Leben bin ich eigentlich ziemlich schüchtern. Meistens jedenfalls. Meine Mutter sagte früher immer, ich wäre so mundfaul. Nur ganz selten hab ich mal solche Anfälle von Offenheit, dass ich beispielsweise im Zug oder so mit andern Leuten mal ein paar Worte wechsle.
Bei einem ersten Live-Treffen mit einer Chat-Bekanntschaft (es ging um die Organisation eines Chat-Treffens), sagte die mir später, ich hätte auf sie eigentlich ziemlich temperamentvoll gewirkt... Boah, das hat mich aber echt erstaunt! Muss wohl einer meiner 'offeneren' Tage gewesen sein.

Nach Beendigung der Schule wog ich noch schlanke 56kg bei 165cm Körpergrösse. Nach fünf Jahren im Büro hatte ich schon zehn Kilo zugenommen... und rechnete aus, wenn ich weiterhin pro Jahr zwei Kilo zunehmen würde, könnte man mich dann bei meiner Pensionierung rollen. Allerdings hat es sich um den Dreh rum nun langsam eingependelt.
Als 1996 Mutschka eine Zeit lang ins Spital musste (Brustkrebs-Operation) und danach Väterchen gewissermassen den Haushalt übernahm, hat der mich so gemästet, dass ich dann über diesen Winter ein paar Kilo zugelegt habe und es Jahre gedauert hat, bis die (allerdings ohne Diät oder sowas) wieder verschwunden sind.

Ich selbst kann - trotz Kochschule damals in der Bez *ggg* - eigentlich nicht richtig kochen. Ich kann den Kühlschrank plündern und mir was in die Pfanne hauen; und alles, was aus einem Dampfkochtopf kommt, hab ich für gewöhnlich sowieso nicht gern. Bei den Mahlzeiten selbst esse ich eigentlich meist vergleichsweise wenig...
... aber es ist die Schokolade zwischendurch, die sich so gerne um meine Hüften ablagert. Doch Schokolade ist besser als ihr Ruf! Wenn sie in Massen genossen wird (und damit sind jetzt nicht etwa rauhe Mengen gemeint!)... *ggg*
Schokolade beruhigt! Beweis: Als ich mich im Büro mal mit einem total bescheuerten Programm rumärgern musste, ist mein Schokoladenkonsum sprunghaft angestiegen, nur weil ich mich so genervt hab... hey, hätte ich bei Stress lieber Valium schlucken sollen?!

Die einzigen Pillen, die ich manchmal schlucke, sind Aspirin gegen Kopfschmerzen, aber sonst mag ich keine Chemischen Keulen. Lieber Schokolade zur Beruhigung oder "Nimm2"-Bonbons gegen Reisekrankheit... hey, bei mir hilft das eben, selbst wenn's nur Einbildung sein sollte! ;-)

Als Kind und auch später war ich nie besonders nah am Wasser gebaut, hab immer nur geweint, wenn mir wirklich was weh getan hat oder ich ziemlich traurig war oder so... Als im Fernsehen mal die Löwin Elsa starb, sind mir jedoch echt die Tränen gekommen - und meine Mutter hat dann in leicht vorwurfsvollem Ton gemeint, dass ich nicht so geweint hätte, als meine Oma starb. Aber immerhin habe ich die Löwin Elsa im Fernsehen öfters gesehen, als ich in meinem ganzen Leben sämtliche Omas und Opas sah...
Eigentlich erst 2000, als es meiner Mutter dann wieder schlechter ging, ging bei mir dann im zarten Alter von 30 Jahren das grosse Heulen los - und seitdem kommen mir manchmal wegen dem merkwürdigsten Zeugs die Tränen, dass es schon fast peinlich ist.

Ich habe schon einen Menschen sterben sehen. Live. Als meine Mutter gestorben ist, habe ich ihre Hand gehalten, als plötzlich eine Arterie geplatzt ist oder sowas in der Art und ihr nach einem Tag Koma auf einmal Blut aus Mund und Nase schoss. Es war der 4. Dezember 2000. Mein Namenstag.


 

 

 

B.B. / Dezember 2002/2007

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