Gott - Spirit - Hohes Selbst - ?

Ein weiteres Thema, das sich in meinem persönlichen Verständnis seit meiner ersten Begegnung mit der Dualenergie beständig gewandelt (eigentlich geweitet) hat ist: GOTT.

Vielleicht war der Ablauf bei dir derselbe? Vielleicht auch nicht ... Hier schildere ich dir wie immer meine persönlichen Erfahrungen und Einsichten dazu!

Im ersten Stadium nach der ersten Dualbegegnung war ich gleich hellauf begeistert von den vielen live erlebten Beweisen des Vorhandenseins einer "höheren Macht" in meinem Leben (und bin es heute noch!). Damlas wäre ich jedem an die Kehle gegangen, der mir erzählt hätte, dass Gott unpersönlicher Natur ist oder sein kann oder womöglich näher als mir lieb war ...

Bei mir spulte sich hier das komplette - unbewusste - unterschwellig zum Abruf bereite Programm ab mit dem Titel: "Gott ist der Vater - also verhält er sich wie meine Eltern". Dies ist (leider!) das übliche Bild, das uns in unserem Kulturkreis anerzogen wird. Es ist nicht von grundauf schlecht, dennoch ist es äusserst einengend und hat seine unübersehbaren Tücken und Fallen für Menschen, die noch nicht mit ihrer Schattenarbeit angefangen haben.

Warum ist das so schlimm? Es ist deshalb schlimm, weil die Grenzen deines Gottesveständnisses auch gleichzeitig die Grenzen deiner Fähigkeit in der Materie zu manifestieren darstellen!

Der Geist bestimmt über die Materie, und ist der Geist ein kleinlicher Vater (der aus deiner Kindheit), dann kannst du dir ausmalen, was du dir erschaffen wirst. Ich halte es daher für immens wichtig, sich selbst darüber klar zu werden, welche allzu menschlichen Rollen und Eigenschaften wir unserem "Gott" auferlegen.

Neben den schönen Seiten gab es also für mich auch dunkle (Schatten-) Seiten in dieser Beziehung. Gott war noch sehr, sehr fern und ich verstand kein bisschen, was er vorhatte. Zu der Zeit entstand mein erstes Buch, Sanft wie Schafe.

Nachdem ich mich von meinem damaligen Dualpartner mühsam losgeeist hatte und mein zweites Buch schrieb, Im Herzen Löwen, entwickelte sich mehr und mehr eine sehr persönliche Beziehung zu meinem "Gott", der Begriff "Hohes Selbst" trat in den Vordergrund. Es entstanden sehr tiefgreifende Dialoge, die ich teilweise schriftlich festhielt. Ansätze davon findest du in dem besagten Buch.

Ich erkannte: so weit weg ist "Gott" gar nicht. Aber stets über mir, und grösser als ich. Aber erreichbar, immer und stets, nur einen Gedankern weit entfernt. Und doch unvorstellbar und un-fassbar.

Mir gefiel der Name "Gott" nicht mehr. Ich wechselte daher über zu "Hohes Selbst", weil dieser Begriff die Nähe der gewaltigen Präsenz zu meinem eigenen irdischen Menschenleben für mich besser wiedergibt.

"Gott" rückte also näher. Jedoch hatte auch mein Hohes Selbst zunächst noch eine männliche Färbung. So stark ist in unserer Kultur der patriarchalische Einfluss!

Dann kam meine Depressionserfahrung, meine Dunkle Nacht der Seele, während derer ich zum Schamanismus hingeleitet wurde. "Spirit" war auf einmal ein Name, der das ausdrückte, was ich in jener Zeit erlebte - das Vorhandensein von "Gott" in jedem Baum und jedem Halm draussen auf dem Feld. Meine Beziehung zu "Gott" erhielt eine weitere Nuance. Es war kein Mann und keine Frau, Gott war mit einem Mal eine Kraft, eine Energie, die ich spüren konnte, die mich durchfloss und die mich berührte.

Eine weitere Farbe in meinem persönlichen Regenbogen. Und ich begann mein drittes Buch.

Seit meiner ersten Begegnung mit der Dualenergie, also mit "Gott", denn das ist untrennbar wie ich immer schon wusste, seitdem sind nun mehrere Jahre vergangen. Heute entdecke ich intensiv den weiblichen Aspekt dieses "Gottes", der sich eben nicht in einem Begriff festhalten lässt ... "Gott" ist eine grosse weise Frau mit einem unverwechselbaren Humor!

Und weiss Gott, was ich noch alles erleben und entdecken werde!

Aber das Wichtigste für mich ist all die Zeit dies gewesen: Ich habe in jeder Sekunde das Bewusstsein gehabt, dass JEMAND für mich da ist, dass mir JEMAND zuhört, dass ich allzeit Hilfe und Unterstützung erhalte. Dies ohne jegliche Wertung und ohne Zensur. Wie auch immer ich diese Kraft nenne, welche Maskerade ich ihr auch immer anziehe. Es spielt keine Rolle.

Was zählt ist einzig diese innige Verbindung, mitten durchs Herz, die mich fühlen lässt, was das ist, das mich leben lässt.

Fazit: "Gott" wurde immer grösser und kam mir immer näher :-)

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