Waldfee17 ist meine persönliche Fee, sie gibt mir einen neuen Traum, wenn ich keinen mehr habe. Sie erfüllt mir meine Wünsche, die ich für andere hab. Leider kann sie mir nicht meine Eigenen erfüllen.
Für sie ist dieses Märchen geschrieben:
Ein Märchen !??
Es war einmal vor langer Zeit in einem fernen Lande. Da lebte ein Handwerksbursche mit goldenen Händen und goldenem Herzen. Tagein tagaus ging er seinem Tagewerk nach und verdiente sich ein bescheidenes Vermögen. Trotzdem war er nicht glücklich, da er niemanden hatte, mit dem er seine einsame Abende teilen konnte. Und so zog er ruhelos durch ferne Länder, immer auf der Suche nach seinem Glück.
Eines Tages, als er wieder einmal betrübt in einem kleinen Wäldchen rastete, um sein bescheidenes Mahl einzunehmen, da raschelte es neben ihm im Gebüsch. Als er sich umsah, erblickte er ein junges Weib, das so lieblich anzuschauen war, daß er wie gebannt innehielt.
Da sprach ihn die Unbekannte leise an: "Warum bist Du so betrübt, liebster Handwerksbursche?" "Ich bin viel in der Welt herumgekommen und habe vieles gesehen. Aber bis heute habe ich kein Weib gefunden, welches mir Glück und Liebe zuteil kommen läßt." Und er klagte ihr sein ganzes Leid.
" Nun denn Jüngling, ich kann Dir nur einen Wunsch gewähren. Bedenke ihn gut. Es ist der Letzte, den ich habe, da alle meine Wünsche von den Menschen verbraucht wurden und meine Zauberkraft erschöpft ist."
" Nun denn , ich wünsche mir ein Weib, welches nicht auf Gut und Geld aus ist, welches mit mir ist und mit mir Freud und Leid teilt auf das wir glücklich werden. Die mich versteht, die mir wohlgesonnen ist und mir jeden Tag hold ist."
"Wohl denn, ein ungewöhnlicher Wunsch, aber er soll in Erfüllung gehen." sagte sie und verschwand langsam.
" Wie werde ich sie erkennen ?"rief er ihr angstvoll nach. " Höre auf Dein Herz, Jüngling und du wirst sie erkennen!" wisperte sie leise im Entschweben
Freudig machte sich der Handwerksbursche auf den Weg und ging weiter tagein tagaus seinem Tagwerk nach. Immer Ausschau haltend nach der Erfüllung seines Wunsches. Er sah junge Mägdelein, so weiß wie frischgefallener Schnee, so strahlend wie die aufgehende Sonne und so glutrot wie der Abend, und so schwarz wie die Nacht. Aber niemals war es die Richtige.
Eines Tages nach langer Zeit, als er die Hoffnung schon aufgegeben hatte, kam er in eine fremde Stadt. Bange um ein Nachtlager irrte er durch die dunklen Gassen.
Da kam ihm plötzlich ein altes, ärmliches Weib entgegen, welches ihn so flehendlich ansah, daß er erschrocken entfliehen wollte. Doch da schlug sein Herz mit einem Male so schnell und hart, daß er dachte, ihm zerspringe die Brust. Und plötzlich dachte er an die Waldfee und seinen Wunsch. Und er sah gegen den dunklen Himmel und rief klagend aus " Liebe Waldfee, soll dieses ärmliche Weib die Erfüllung meines Wunsches sein ?"
Da sprach das alte Mütterchen " Komm mit mir Jüngling, ich will Dir Heimstatt für die Nacht geben und ein Mal, wie Du es brauchst."
" Nun ja " dachte da der Handwerksbursche, " passieren kann mir bei diesem alten Weibe nichts und bevor ich in der Gosse schlafe, gehe ich mit ihr."
Sodann folgte er ihr. Sie liefen eine ganze Weile durch dunkle Gassen, bis sie vor einer alten Kate stehen blieben, die so schief war, daß man dachte, der erste Windhauch werfe es um. Sie traten beide in die einzige Stube ein, in dem ein alter, rußiger Herd stand und ein Nachtlager aus aus alten Lumpen. Eine magere Katze schlich sich aus dem Lager vondannen und stahl sich dann heimlich zur Türe hinaus.
" Lege ab, Handwerksbursche. Ich mache uns etwas zu essen und Du kannst dann zur Ruhe gehen." Sie aßen beide ein kärgliches Mal und der Handwerksbursche dachte dabei an die Waldfee und seinen Wunsch zurück. " Nein," dachte er, " das kann nicht die Erfüllung sein" dachte er, bevor er auf seinem harten Lager einschlief.
Irgendwann in der Nacht erwachte er durch einen leisen Windhauch. " Komm zu mir in mein Bett." flüsterte die Alte mit seltsam junger Stimme." " Nun gut, der Fußboden ist hart und die Ate kann nicht gefährlich sein." dachte er sich und tastete sich zu dem Weibe. " Küß mich und Du wirst es nicht bereuen." flüsterte da die Alte weiter.
Erschrocken wich da der Jüngling zurück . " Dich küssen ? NIEMALS!" " Tu es und es wird Dein Unglück nicht sein." " Nun Gut, ich habe nichts zu verlieren." dachte er sich und tat es
Da durchzuckte ein Blitz die Kate und ein Donner erschallte, daß der Jüngling dachte, der jüngste Tag sei gekommen. Dann versank er in einen tiefen Schlaf.
Spät am Tage kam er wieder zu sich und erblickte ein Zimmer wie er es sich nicht erinnern konnte. Er sah sich um und erblickte ein junges Weib, wie er es seine Lebtag noch nicht gesehen hatte: Eine Haut wie Mamor so weiß, mit Haaren lang bis über den Rücken und schwarz wie Ebenholz. Und zwei Augen, die funkelten wie zwei Tautropfen in der Morgensonne.
" Wer bist Du?" fragte er, als er sich von dem wundervollen Anblick erholt hatte und die Sprache wiedergefunden hatte." Ich bin die Waldfee, der Du Deinen Wunsch angetan hast. Du hast mich von meinem Bann erlöst und ich werde in Ewigkeit Dein sein, auch ohne Zauberkraft."
Sprach und küßte ihn sanft auf seine erstaunten Lippen." Aber die Alte ?" flüsterte er fragend " War ich , als ich meine Zauberkraft verloren hat, wurde ich zu einer alten Frau, bis mich jemand erweckt, der nicht auf Schönheit und Reichtum achtet, sondern den sein Herz führt." " Aber warum habe ich das verdient ?" fragte er leise zweifelnd. " Weil Dein Herz rein und voller Liebe ist und ich Dir Deinen Wunsch erfüllen wollte." antwortete sie " und weil Du niemals nach dem Aussehen gehen sondern Deinem Herzen folgen sollst. Und Du warst der Erste, der dies tat."
Und fortan lebten sie beide glücklich miteinander. Der Handwerksbursche ging seinem Tagwerk nach und die Waldfee besorgte ihm Haus und Hof alsdann er nach Hause kam, eine warme Malzeit und das Heim ordentlich vorfand.
Und wenn beide in Liebe an einander dachten, geschah in ihrer Nähe ein kleines Wunder: eine Blume begann zu erblühen, ein Regenbogen spannte sich im Sommer, ein Baum färbte sich bunt oder leise begann der Schnee zu rieseln.
Denn die Zauberkraft der Waldfee ging nicht verloren, sondern übertrug sich auf glückliche Paar.
Die Zauberkraft, die nicht nur Wünsche erfüllt, sondern auch Mauernzerbersten läßt, Kriege auslöscht und die Welt mit aller Kraft und Fülle in ihrem Bann hält.
Die ZAUBERKRAFT namens LIEBE.
Und noch heute geschehen diese kleinen Wunder jeden Tag auf der Welt .
Und das Märchen blieb ein Märchentraum...
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