Mein Haus ist im Moment eine Baustelle.

Ich lebe hier, ich wohne hier und ich baue hier.

Wie alt das Haus ist, kann mir niemand genau sagen.

Im Grundbuch steht 1875 als erster Eintrag, ein Nachbar hat Nachweise anhand einer alten Militärkarte von 1821.

Inzwischen weiß ich, daß das Haus schon die Türkenbelagerung von Wien überstanden hat, wenn auch als Brandruine.

Es treibt mir oft den Schweiß auf die Stirn, es nimmt jeden Cent, es lässt mich oft an meinem Verstand zweifeln, es hat mir fast mein Leben gekostet, aber es gibt mir die Gewissheit, daß etwas von mir bleibt, wenn ich eines Tages gehe.

 
 

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                                                Ich hab im Sommer auf der Bachseite Fundamente gefunden, die ich nicht zuordnen konnte. Inzwischen weiß ich, was das alles bedeutet: Fundamente, 1,20m dicke Außenwand bachseitig, Wallreste  auf der gegenüberliegenden Bachseite und eine Lage des Hauses parallel zum Bach.... das Haus war im späten Mittelalter einmal eine Wassermühle. Die Fundamente sind das Lager für`s Wasserrad gewesen, die heutige Obstwiese mit dem Wall der alte Mühlteich.

 

 

 


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