![]() Es begab sich im Jahre 1973, dass ein Ehepaar eine Party zu Silvester besuchte. Sie fanden diese Party aber so langweilig, dass sie diese frühzeitig verließen. Zu Hause angekommen, blieb Ihnen nicht viel Auswahl, sich die Zeit zu vertreiben und so geschah es, dass neun Monate später, am 30. September 1974, ein kleines Mädchen in Halle/Saale zur Welt kam. Monika nannten sie den kleinen schwarzhaarigen Wurm. Sie hatten keine Ahnung, wie man ein Baby pflegte und prompt diagnostizierte der Doktor Esstörungen wegen Überfütterung.
Das Mädchen war ruhig und so konnte die Mutter das Kind mit zur Abendschule nehmen. Je älter das Mädchen wurde, desto heller wurden ihre Haare. Bald waren sie einfach nur braun. Mit sechs Jahren meinte der Arzt, dass ihre Lungen zu angegriffen waren wegen der andauernden Bronchitis. Ihr Vater wollte es nicht einsehen und so kam die Scheidung und das Mädchen zog nach Pasewalk, wo es dann auch die erste Klasse besuchte. Dann lernte ihre Mutter einen anderen Mann kennen und der nächste Umzug kam. In der neuen Schule hatte sie kaum jemanden, mit dem sie sich verstand und zog sich in ihre Fantasiewelt zurück. Ein paar Umzüge und Jahre später war es dann soweit. Monika sollte das Abitur machen. Doch sie hatte einige Probleme in der zwölften Klasse. Sie lernte die negativen Seiten des Schullebens kennen, mal wieder. Sie hatte Französisch boykottiert und bekam nun die Quittung. Nach einer mündlichen Vorprüfung, die miserabel ausfiel, wurde sie nicht zur Prüfung zugelassen und verließ vorzeitig das Gymnasium. Aus der Traum von einem Studium. Dann musste sie sich eine Lehrstelle suchen, was aber schwer war so kurz nach der Wende in der ehemaligen DDR. Doch sie hatte Glück! Sie bakam eine Lehrstelle als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte in Osnabrück und wieder war ein Umzug vorprogrammiert. Hier hatte sie jedoch die Möglichkeit, die Vergangenheit abzuschütteln und fand neue Freunde. Weitere Umzüge folgten bis heute. Und nun lebt das Mädchen, das inzwischen fast 30 ist, wieder in Osnabrück und versucht ihr Abitur nachzuholen und arbeitet nebenbei in einem Callcenter. Nach der Schule will sie sich einen Traum verwirklichen und studieren. Für Vorschläge, Tipps und Ratschläge wäre sie euch sehr dankbar, auch wenn sie sich schon jetzt zu Medizin hingezogen fühlt und die Gerichtsmedizin faszinierend findet. Leider musste sie die Abendschule aufgeben, denn der Job ging vor, ohne Job kein Geld und ohne Geld keine Schule, aber bald startet sie einen neuen Angriff und dieses Mal an der Fernschule, wo sie sich die Zeit selber einteilen kann. Bei den vielen Nachtschichten, die sie hat und in denen sie viel zu viel chattet, wird sie dann mehr lernen als chatten
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