BrautzeitFast Vergessene TraditionFragt man heutzutage junge Menschen Nach der „Brautzeit“, werden die meisten damit kaum etwas anfangen können. Vielleicht gehören Sie noch einer Generation an, die mehr darüber weiß und es einer jungen Braut wieder näher bringen möchte. Doch was ist die Brautzeit eigentlich? Früher war es üblich, dass der Hochzeit eine angemessene Verlobungszeit voraus ging. Für die Braut war das die „Brautzeit“. Wurde sie schon während des Heranwachsens auf ihre spätere Rolle als Ehefrau und Mutter vorbereitet, so wurde dies während der Brautzeit noch vertieft. Einen Haushalt zu führen hatte sie schon vorher gelernt. Nun aber sollte sie sich auch innerlich ganz auf ihre zukünftige Aufgabe einstellen können. Konkret bedeutete das, sie sollte sich damit befassen, wie sie ihre Ehe gestalten und ihren zukünftigen Mann zufrieden stellen würde. Nach heutiger Auffassung wird so etwas als völlig unnötig angesehen, weil es als Unterordnung angesehen wird, die in einer emanzipierten Zeit nicht mehr sein soll. Aber finden Sie es so abwegig, sich heute mehr Gedanken über die Ehe zu machen, als sie nur als Kosten sparendes Zusammenleben anzusehen? Natürlich haben sich die Wertigkeiten gegenüber verschoben. Keine Ehefrau muss ihrem Mann mehr „dienen“. Aber eine Ehe ist ein ständiges Miteinander, ein Schließen von Kompromissen, ein Sich-Zusammen-Raufen und gemeinsam Entscheiden. Heute sollte eine Braut die Brautzeit dazu nutzen, sich darüber klar zu werden, dass die Zeit der absoluten Unabhängigkeit eben doch vorbei ist. Das ist nicht negativ gemeint. Aber wenn die Braut beispielsweise vorher in einer eigenen Wohnung gelebt hat, ist sie es gewohnt, niemanden um seine Meinung fragen zu müssen. Lebt man zu zweit, sieht das anders aus. Und da dies nicht nur auf die Braut sondern auch auf den Bräutigam zutrifft, müsste es heute eigentlich Braut- und Bräutigamzeit heißen. silberhochzeit-einladung.htmlWeitere Informationen Silberhochzeit Einladung | Silberhochzeit Gedicht |